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Veröffentlicht am Features 3 Min. Lesezeit

Google: Das sind die neuen Nexus-Flaggschiffe und Hoffnungsträger

Nach all seinen Konkurrenten hat nun Google das Line Up fürs Weihnachtsgeschäft bekannt gegeben. Spannende Geräte sind dabei, die ganz große Revolution bleibt jedoch aus.

Zwei neue Smartphones, ein Tablet mit magnetisch arretierbarer Tastatur und neue Gadgets für den Medien-Genuss daheim wurden vorgestellt. An Infos mangelte es der Veranstaltung dann schon…

Nexus 6P – das neue Flaggschiff

Den Auftakt machte das Nexus 6P, welches in Zusammenarbeit mit Huawei entstand. Es ist das neue Flaggschiff im Google-Portfolio und soll neben den exzellenten Hardware-Daten auch vom neuen Android 6.0 (Marshmallow) getragen werden. Die Eckdaten: Ein 5,7 Zoll großer Bildschirm mit einer Auflösung von 2.560 mal 1.440 Pixeln, ein Achtkern-Prozessor (Snapdragon 810) mit 2 GHz Taktung, wahlweise 32, 64 oder 128 GB internen Speicher. Mehrere Details sind besonders interessant: Die Kamera mag mit 12,3 Megapixeln nur im guten Mittelfeld liegen, Google betonte jedoch, dass man den Sensor größer gestalten wolle, um mehr Licht einzufangen – das mindert das Rauschen in Bildern.

Hinzu kommt, dass die Linse von außerordentlicher Qualität sein soll, Bilder und Videos (bis zu 4k-Aufnahme, zwei Zeilupenmodi) ohne merkliche perspektivische Verzerrung aufgenommen werden. “Neu” ist hingegen der USB-C-Anschluss, über den bereits mehrfach berichtet wurde. Er gewährleistet eine schnellere Datenübertragung und lädt das Gerät merklich schneller auf.

Negativ am Nexus 6P: Das mit 178 Gramm noch leichte Gerät wird auf eine miroSD-Erweiterung verzichten, Nutzer sind auf den internen Speicher beschränkt. Ab 499 US-Dollar wird das Gerät im Herbst angeboten.

Nexus 5x – die preiswertere Alternative

Etwas günstiger ist das zweite Smartphone mit Android 6.0. Das Nexus 5x wird mit einer Sechskern-CPU (1,8 GHz Takt) hergestellt, verfügt über ein 5,2 Zoll großes Display mit FullHD-Auflösung und besitzt ebenfalls eine Kamera mit 12,3 Megapixeln.

An internem Speicher stehen 16 oder 32 GB zur Verfügung – angesichts der Tatsache, dass auch dieses Gerät keinen microSD-Slot besitzt, etwas arg knapp bemessen. Die Frage, ob das 136 Gramm leichte Einstiegsmodell mit USB-C-Anschluss seine 379 US-Dollar wert ist, bleibt offen. Preis und Veröffentlichungsdatum der beiden Nexus-Geräte hierzulande hielt Google unter Verschluss.

Nexus Protect – Zusatzgarantie á la Apple

Zu diesen beiden Modellen bietet Google eine zusätzliche Garantie an, die in den USA 69 US-Dollar kosten wird und über einen Zeitraum von zwei Jahren mechanische und Unfallschäden abdeckt. Die Fairness des Angebots, insbesondere in Europa, wird kritisch gesehen.

Pixel C – das Pseudo-Notebook, inspiriert vom Rest

Bilder ja, Infos nein: Das Pixel C bleibt vorerst ein Mysterium… Bild: Google)

Ein neues Tablet, das nicht auf den Namen Nexus hört? Ja, sowas soll es geben. Das Pixel C ist von all den vorgestellten Geräten aber jenes, das aus dem Rahmen fällt. Im Grunde erhält man ein Tablet, das mittels magnetischer Verbindung einer Tastatur zum Pseudo-Notebook umfunktioniert werden kann – dies erinnert an Microsofts Surface, Apples neue Cover-Tastatur und selbstverständlich die ASUS Transformer-Reihe. Technische Daten bleibt Google schuldig, lediglich die Info, man setze statt auf ChromeOS auf ein natives Android drang nach außen. Randnotiz: Der Akku der Tastatur lässt sich induktiv übers Tablet laden, USB C ist standardmäßig an Bord. Eine höhere Transparenz bezüglich der technischen Daten wäre wünschenswert gewesen.

Chromecast, Chromecast Audio und eine Familien-Flatrate

Das Finale der Produktpräsentation gehörte Chromecast. Zwei neue Versionen wird Google veröffentlichen. Die erste ist schlicht eine Überarbeitung des regulären Chromecast-Sticks und verspricht eine bessere Unterstützung gängiger WiFi-Standards und darüber ein geschmeidigeres Streamen von Filmen. Chromecast Audio ist hingegen kein Video-Stream-Device, sondern eine Art kreisrunder “Repeater” für Audiosignale, der den Sound von Smartphones über eine WiFi-Verbindung an Lautsprecher weiterleitet. Alles, was benötigt wird, ist der Lautsprecher und eine Audiobuchse. Das erinnert an gängige vernetzte Lautsprecher großer Premiummarken, ist aber wesentlich günstiger. Beide Chromecast-Sticks können ab sofort bestellt werden.

Für Audiophile bietet Google demnächst noch ein Upgrade des Bezahldienstes Google Play Music an. Kostet die Flat für ein Gerät bzw. ein Konto 9,99 Euro im Monat, können demnächst für 14,99 Euro Abos für bis zu sechs Nutzer gleichzeitig abgeschlossen werden. Das ist selbstredend “nur” eine Reaktion auf Apples Vorstoß, dank höherer Klangqualität und der Möglichkeit, auch eigene Musik in einen Onlinespeicher zu laden und von dort aus jederzeit zu streamen, erweist sich dies als besonders reizvoll.

(via)