Weil er illegale Aufnahmen des neuen HTC-Smartphones One (M8) ins Internet stellte, wurde ein Taiwaner nun verhaftet. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft sowie eine hohe Schadensersatzforderung.
Fast jedes Detail rund um das HTC One (M8) war bereits vor der Veröffentlichung bekannt. Selten sah sich ein Smartphone-Hersteller einer solch breiten Informationsflut ausgesetzt – illegal. Für einen 35 Jahre alten Mann aus Taiwan könnte dies nun weitreichende Folgen haben. Er hatte im Februar Fotos des HTC One (M8) im Internet veröffentlicht – und wurde nun verhaftet. Nachdem HTC das Foto im Frühjahr auf mobile01.com entdeckt hatte, meldete der Hersteller den Fund bei den Behörden. Während der Ermittlungen geriet der 35-Jährige ins Visier. Eine Hausdurchsuchung im April brachte dann den Ermittlungserfolg. Auf einem beschlagnahmten Smartphone sowie auf dem Computer des Mannes wurden die fraglichen Fotos gefunden.

Ihm droht nun eine Anklage wegen zweierlei Vergehen. Einmal aufgrund Verletzung des Copyrights und einmal wegen Offenlegung von Betriebsgeheimnissen. Sollte es tatsächlich zu einer Anklage kommen, droht dem Mann eine langjährige Haftstrafe. Alleine wegen dem Verraten von Betriebsgeheimnissen könnte diese bis zu fünf Jahre Gefängnis bedeuten. Hinzu käme eine Geldstrafe von 10 Millionen New Taiwan Dollar. Umgerechnet entspricht dies ungefähr 240.000 Euro.
Der Fall könnte als Vorlage für weitere Vergehen dieser Art dienen. Wird Anklage erhoben, wären die Konsequenzen weitreichend. Denn viele Tech-Blogs leben von derartigen Leaks – auch die Hersteller sind manchmal an solch „viraler PR“ interessiert. Die Leaks können die Produktpräsentation anheizen. Wird der Taiwaner verurteilt, könnte dies zu starken Veränderungen führen. Denn kaum ein Blog würde dann noch Leaks präsentieren können, ohne mit Angst vor einer Anklage und Verurteilung zu leben.
Dennoch bleibt die Frage: Woher hatte der Täter das Smartphone? Hier könnte HTC durchaus eine Teilschuld tragen…
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