Die Meldung ist nun schon etwas älter – aber sie soll dennoch aufgegriffen werden. Das renommierte Magazin c’t berichtet, dass beim Stichprobenkauf von 12 Samsung-Akkus über Amazon.de alle Produkte gefälscht gewesen sein. Wie kann das sein?
Zunächst die nackten Fakten: Die c’t-Redaktion kaufte auf Amazon.de zwölf Akkus für Samsung-Smartphones – acht Stück von den billigeren Marketplace-Anbietern und vier vermeintliche Original-Akkus vom Versandhändler selbst. Die gelieferte Ware entsprach optisch so ziemlich dem, was Samsung von Werk in seine Geräte einsetzt. Da die Unterschiede so gering waren, überstellte die c’t die Akkus an Samsung, die diese nochmals begutachteten. Deren Urteil: Alle zwölf Produkte sind dreiste Fälschungen.
Mit dem Ergebnis konfrontiert, versprach Amazon, zukünftig sicherstellen zu wollen, dass “die Angebote für die jeweiligen Produkte geltendem Recht genügen”. Mit welchen Maßnahmen, ließ der Versandhändler offen. Die c’t meldet zudem, dass der Handel mit gefälschten Akkus boomt – waren es 2011 noch 7.000 gefälschte Akkus, wurden zwei Jahre später schon 37.000 und 2014 über 45.000 Produkte beschlagnahmt.
Als Kunde ist man derzeit machtlos gegenüber solch dreister Produktpiraterie – was bleibt ist der Weg, den beispielsweise Apple einschlägt: Das Unternehmen aus Cupertino verkauft seine Akkus gar nicht erst im Handel, sondern beliefert stattdessen nur die lizenzierten Werkstätten mit den Originalteilen. Weshalb Angebote vermeintlicher Original-Akkus für iPhone und Co. immer Produktfälschungen wären. Ob Samsung einen ähnlichen Weg einschlägt?
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