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Veröffentlicht am Hardware · Samsung · Teaser Top Handys 5 Min. Lesezeit

Galaxy Note 4: Android Marshmallow-Update im Detail

Das Update auf Android 6.0.1 für das Galaxy Note 4 ist angekommen. Der Artikel beleuchtet, was Samsung alles implementiert hat und ob es Neuigkeiten in Sachen Root & Co. gibt.

Da ist es also, das recht langersehnte Update auf Android 6.0.1. Bereits vor einigen Wochen startete Samsung mit dem Rollout des Updates für die Variante des Providers Sprint in den USA. Danach folgten die Modelle für Neuseeland und die Exynos-Version des Galaxy Note 4. Diese Woche ist schließlich die europäische Version an der Reihe gewesen. In Deutschland hat Samsung gestern offiziell das Update mit der Versionsnummer N910FXXS1DPC2 für brandingfreie Geräte veröffentlicht. Als OTA-Update sind Nutzer nun in der Lage die neue Version zu installieren. Das Update ist rund 1,3 GB groß und bringt zahlreiche Neuerungen mit sich. Eine nähere Betrachtung dieser Neuerungen erfolgt.

Die Neuerungen

Gleich zu Beginn erstrahlt eine neue Bootanimation beim Starten des Android-Geräts. Diese Version kommt auch auf den aktuellen Smartphones Galaxy S6, S7 und Note5 mit Marshmallow-Firmware zum Einsatz. Hierbei sollte sich nicht gewundert werden, wenn das Note 4 während des Startvorgangs still bleibt, denn Samsung verzichtet aus Gründen auf den PowerOn-Sound. Im nächsten Schritt erwartet die Nutzer ein neues Design des „Android wird gestartet“ Bildschirms. Anstelle eines Dialogfensters sind nun animierte Zahnräder in einem grünen Hintergrund zu sehen. Die Fortschritte werden zusätzlich mit Hilfe eines Balkens grafisch dargestellt. So weit, so fein. Gab es bis hierhin keine Probleme, dann erwarten die Nutzer mit Android Marshmallow einige neue Animationen. Auffallend ist besonders die Screen Off-Animation, das auch auf dem Note5 zum Einsatz kommt. Doch dies ist nicht das einzige sichtbare neue Feature vom Note5 im Galaxy Note 4.

Die Icons der Samsung-Apps sind nun im Squircle-Look gehalten. In den meisten Fällen sind die neuen Icons aber auch die einzige Neuerung. Nur bei Apps wie S Note, S Finder und Scrapbook gibt es ebenfalls in der Anwendung einige Änderungen. S Note läuft in Version 5.x und kann per Download-Content wie einem Erweiterungspaket über den Galaxy Apps-Store mit mehr Funktionen erweitert werden. Die vierte Version des hauseigenen Internet Browsers ist zudem vorinstalliert und unterstützt Content-Blocker von Drittanbietern. Für den S Pen hat das Unternehmen die Note5-Version der S Pen-Befehle implementiert. Die Funktion Bildclip wurde zu Smart Select hinzugefügt. Außerdem lassen sich Verknüpfungen zu Apps und Funktionen einstellen. Befindet sich das Smartphone gerade im Standby-Modus und eine Notiz soll ganz fix geschrieben werden, dann kann die Option Bildschirm-Aus-Memo in den Einstellungen aktiviert werden. Einige Google-Features haben es natürlich auch in das System geschafft. Darunter etwa das verbesserte Berechtigungssystem, der neue Energiesparmodus und Google Now on Tap (zum Aktivieren die Home-Taste gedrückt halten). Wird in den Entwickleroptionen bis zum Ende gescrollt, dann findet sich der Punkt „Inactive apps“. Die Arbeiten scheinen jedoch noch nicht völlig abgeschlossen zu sein, zumal die Übersetzung noch fehlt. In Sachen Security Patches setzt Samsung auf die Version vom 1. März. Wie üblich, sind Bloatware-Apps im Funktionsumfang inbegriffen. Diesmal hält sich das Ganze relativ in Grenzen mit Anwendungen wie Evernote, Facebook, HRS Hotels, Instagram, pizza.de und den Seitenmanager.

An dieser Stelle gibt es noch einen kleinen Hinweis. Wenn im App-Menü die Google-Einstellungen nicht gefunden werden, dann sind die System-Einstellungen zu öffnen und auf Anwendungseinstellungen und dann Google zu gehen.

Root & Co.

Wer bereits in den vorherigen Versionen mit Root unterwegs war, dürfte unter Android Marshmallow nur ungerne auf die Vorteile des erweiterten System-Zugriffs verzichten. Allerdings folgt nun eine positive Nachricht, denn die bekannten Vorgänge funktionieren auch unter Android 6.0.1. Es kann mit Hilfe von Odin v3.09 zuerst das TWRP Recovery-Menü v3.0.2-0 geflasht und anschließend die SuperSU ZIP-Datei v2.71 aufgespielt werden. Sollte das Xposed Framework wieder mit dabei sein, empfiehlt sich ein näherer Blick auf die erhältlichen Versionen. Wenn das Stock ROM drauf ist, ohne Modifikationen in den Framework-Dateien, dann ist die alternative Version (v84.0-alt-sdk23-arm) die passende Version für das Galaxy Note 4.

Insgesamt lässt sich sagen, dass Samsung dem Galaxy Note 4 ein recht umfangreiches Update spendiert hat, mit neuen interessanten Funktionen. Allerdings haben es nicht alle Features der aktuellen Galaxy-Smartphones in das Update geschafft. Wenn beispielsweise der Themes Store oder die Galaxy S7-Apps vermisst werden, dann können diese Funktionen mit Root und einem Blick in die Threads von XDA-Developers erhalten werden. Wie immer empfiehlt es sich, auf der sicheren Seite zu sein und ein aktuelles System-Backup in der Nähe zu haben. Dieses Vorgehen geschieht auf eigene Gefahr.

Es gibt aber auch ohne Root-Rechte gewisse Möglichkeiten das Gerät an einigen Stellen anzupassen. Dazu wird die App Good Lock von Samsung benötigt. Die APK-Datei kann über APK-Mirror heruntergeladen werden. Erstmal installiert, können mit der App der Sperrbildschirm, die Benachrichtigungsleiste und die Liste der zuletzt verwendeten Apps im neuen Design aus einem Mix von AOSP und TouchWiz bewundert werden. Es können Routinen eingestellt werden, die Farben können angepasst werden sowie verschiedene Sperrbildschirm-Effekte stehen zur Auswahl. Die App ist eigentlich für das Galaxy S7 (edge) gedacht, läuft aber ebenfalls auf Geräten mit Marshmallow, zu denen das Note 4 nun gehört. Nicht alle Optionen harmonieren derzeit mit dem Smartphone. So sollte die Option zum Aktivieren der neuen Recent-Apps-Liste nicht deaktiviert werden, da die App sonst wegschmiert und sich deinstalliert. Ansonsten ist Samsungs Good Lock eine gute App zum Experimentieren.