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Veröffentlicht am Sonstige Geräte · Teaser Top Handys 1 Min. Lesezeit

Freedom 251: 4-Euro-Smartphone im Visier der Polizei

Der Fall des indischen Freedom 251 wird immer kurioser. Nachdem der Hype um das Billigst-Smartphone mit seiner Ankündigung im Netz kaum noch zu bremsen war, sorgt das Freedom 251 nur noch für negative Schlagzeilen.

Nur Betrug? Das hier gezeigte Telefon stammt vom Konkurrenten Adcom. (Foto: unbekannt)

Ein neues Kapitel in eben diesem Fall wurde nun aufgeschlagen. Nochmal zur Erinnerung: Der Freedom 251 soll unter 4 Euro kosten und ein vollwertiges Smartphone sein. Erste Zweifel kamen diversen Nutzern, weil das gezeigte Modell einem chinesischen Smartphone (Adcom Ikon 4) entsprach, das ein Preisetikett von gut 50 Euro hat.

Zunächst interessierten sich die zuständigen indischen Behörden für den Fall, wollten untersuchen, ob Subventionen zur Digitalisierung des Landes unterschlagen wurden. Ob diese Behörden fündig wurden, ist nicht bekannt – doch nun tritt die indische Polizei auf den Plan, die vor allem untersuchen soll, wie der Preis von gerade einmal 3,64 Euro zustande kommt.

Auch hier stehen die Ergebnisse bislang aus, doch das Unternehmen hinter dem Freedom 251 meldete sich per Presseaussendung und verriet, wie man das Gerät zum Bruchteil des eigentlichen Preises anbieten kann: „E-Commerce Cross Promotion“ heißt das Zauberwort. Und das dürfte – in abgespeckter Form – vielen Amazon-Fire-Nutzern bekannt sein. Der Nutzer zahlt weniger, wenn er sich bereit erklärt, Werbung in Kauf zu nehmen oder an gewisse Dienste gebunden zu sein.

Von solchen Werbeformen war bislang jedoch keine Rede und so mutet es kurios an, dass Freedom nun mit dieser Erklärung um die Ecke biegt. Ein von Webrung durchsetztes Telefon? Ein doch nicht allzu freies Android-Smartphone? Oder – nicht unwahrscheinlich – doch eine fiese Abzockmasche der Verantwortlichen? Dass nun die Polizei mit ihrer Präsenz aufwartet, ist ohnegleichen. Es bleibt zu hoffen, dass bald Antworten vorliegen. Ausgeliefert werden soll das Freedom 251 übrigens nach wie vor am 30. Juni 2016.

(via)