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Veröffentlicht am Features · Sonstige Geräte 2 Min. Lesezeit

Freedom 251: 4-Euro-Smartphone erschienen

Nächster Akt im Freedom-251-Drama. Das Billig-Smartphone ist tatsächlich erschienen. Wirklich begeistern kann aber nur der Preis… 

Oh, was war das für ein Auf und Ab, Hin und Her in der Causa Freedom 251. Das indische Smartphone sorgte vor allem mit seinem Preis für Furore: Gerade einmal 4 Euro (oder eben 251 indische Rupien) sollte das Smartphone kosten. In der Zwischenzeit war die Polizei öfter mal in der Konzernzentrale von Hersteller Ringing Bells und zeigte sich, dass die PR-Bildchen des Telefons originär vom chinesischen Startup Akon stammten. Hinzu kommt, dass die Produktionskosten damals auf über 40 US-Dollar pro Einheit beziffert wurden.

Hat mit der Hochglanzversion nicht mehr viel zu tun… (Foto: IANS)

Wie will Ringin bells damit Geld machen? Die Antwort: Das installierte Android-OS ist stark modifiziert, die Daten landen bei Ringin Bells und die Play Store-Anbindung ist ebenfalls laxer als bei anderen Modellen zum höheren Preis – so kann der Hardware-Hersteller auch noch Software verkaufen, so dass der Verlust irgendwann egalisiert wird. Den potentiellen Kunden, armen Indern, dürfte sowas zunächst herzlich egal sein, denn das Freedom 251 löst immerhin das Versprechen ein, allen indischen Landsleuten einen Zugang zum Internet zu verschaffen.

Ein Blick auf die Daten zeigt: Das Freedom 251 besitzt ein vier Zoll großes Display mit unbekannter Auflösung, 8 GB internen Speicher (erweiterbar mit microSD-Karte) und 1 GB RAM, 8-MP-Knipse auf der Rückseite, VGA-Selfie-Cam, Dual-SIM und einen 1.800 mAh kleinen Akku, der aber für einen Tag bei normaler Nutzung reichen soll. Vorinstalliert ist das betagtere Android 5.1 Lollipop.

2,5 Millionen Geräte – und 70 Millionen Vorbestellungen

Ringin Bells gibt an, dass die ersten 2,5 Millionen Geräte (bei 70 Millionen Vorbestellungen!) noch im Juni komplett beliefert werden sollen und jeden Monat weitere 200.000 Freedom 251 nachproduziert würden. Wie sich das Gerät im Alltag schlägt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen, zahlreiche Hands-on und YouTube-Videos werden nur eine Frage der Zeit sein. Ein Release außerhalb Indiens ist indes nicht vorgesehen.

Fun Fact: Das schwächer ausgestattete iPhone von 2007 kostete anno dazumal 599 US-Dollar – Es sind verrückte Zeiten, in denen einstmals so teure Technik zum Schleuderpreis vertickt wird.

(via, via)