Smartphone-Besitzer waren sich viele Jahre sicher, dass ihre Androiden und iOS-Geräte sicher seien vor unbefugten Zugriffen.

Malware kann dem Androiden ordentlich zusetzen – ärgerlich, wenn die sich dann noch tarnt.
Schon letzte Woche wurde von Schläfer-Apps berichtet, die sich höchst offiziell aus dem Google Play Store herunterladen lassen, die ihr Potential aber erst mit einiger Zeit entfalten. Doch Abhilfe naht, um auch langfristige Schädlinge zu entlarven. Mit dem Tool Harvester, entwickelt vom Fraunhofer Institut, sollen zeitverzögerte Angriffe und Spionage-Vorgänge in Apps aufgedeckt werden können. Und das klappt wie folgt: Jede Schläfer-App verfügt nicht nur über einen Schadcode, sondern auch einen “Verteidigungsmechanismus”, der die entsprechend korrupten Teile des Programmcodes vor äußeren Zugriffen schützt und dafür sorgt, dass die kritischen Programmteile wie in einem Emulator laufen. Harvester setzt nun genau dort an und entfernt jene Verteidigungsmechanismen testweise – wurde ein Treffer gelandet, springt auch die reguläre Malware-Erkennung an, da die Schadcodes dann vollkommen offen agieren.
Fraunhofer hat das Tool Harvester nicht nur angekündigt, sondern auch patentiert. Trotz des Schutzes soll es als Open-Source-Projekt angelegt sein. Wie beides – Patentierung und kommerzielle Vermarktung wie offene Entwicklung – bewerkstelligt werden soll, wurde nicht kommuniziert.
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