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Forschung: Smartphone-Displays bald antireflektiv und keimfrei

Corning hat erste Einblicke in zukünftige Glas-Entwicklungen gegeben, die künftig bei Smartphones und Tablets eingesetzt werden könnten.

Gorilla Glas 3 nennt sich die aktuelle Generation des Schutzglases, dem man derzeit bei vielen aktuellen Smartphone-Modellen begegnet. Doch auch für die Zukunft hat Corning interessante Ideen. Wie es heißt, arbeitet Corning an einem Glas, das Licht kaum reflektiert und kaum anfällig für Keime ist. Letztere sind demnach auf der Oberfläche des Glases dank eines antibakteriellen Überzugs nicht überlebenfähig.

Im Rahmen des MIT Mobile Technology Summit enterte Dr. Jeffrey Evenson, Senior VP bei Corning die Bühne und gab ein paar einprägsame Beispiele für die Haltbarkeit des Glases von Corning, das ihm zufolge dem Druck von 10.000 Elefanten widerstehen könnte. In Zahlen: 10 Gigapascal. Gigapascal ist die Größenordnung von Druck, unter dem Kohlenstoff in Diamant umgewandelt wird.

Er holt noch weiter aus: Ein Sauerstoff-Molekül benötige zwei Wochen um eine 1 Millimeter dicke Plastikschicht zu durchdringen. Bei Glas dauere der gleiche Prozess 30 Milliarden Jahre. Deshalb eigne sich Gorilla Glas gut zum Schutz von OLED-Displays, die mit organischen Materialien arbeiten und an Qualität verlieren, wenn sie Wasser oder Sauerstoff ausgesetzt werden. PR-Geklingel zwar, aber trotzdem interessante Vergleiche.

Wichtige Entwicklungsschritte gibt es auch in Bezug auf Cornings Pläne für flexible Displays zu vermelden. Das unter dem Namen Willow Glas geführte Material könnte in Zukunft Tablets leichter machen.