Für iOS ist Flipboard bereits länger erhältlich, Android-Nutzer müssten sich normalerweise noch ein wenig gedulden. Offiziell ist die Anwendung nämlich noch nicht im Play Store erhältlich. Exklusiv soll sie auf dem Samsung Galaxy S III erscheinen. Nun, sollte: Ein Mitglied des XDA-Developers-Forums hat die Installationsdateien der App bereits öffentlich zugänglich gemacht, so dass sie auch auf anderen Geräten installiert werden kann. Die App wurde näher betrachtet.
Installation
Flipboard verlangt bei der Installation folgende Berechtigungen:
- Speicher: SD-Karten-Inhalt ändern/löschen
- Netzwerkkommunikation: uneingeschränkter Internetzugriff, Netzwerkstatus anzeigen
Funktionsumfang
Flipboard erleichtert die Nachrichtenlektüre, indem man bereits zu Beginn festlegen kann, welche Themenbereiche einen interessieren. So muss sich niemand durch einen Berg uninteressanter Feeds arbeiten, sondern erhält die nach den eigenen Bedürfnissen zugeschnitten Nachrichten, die im Stile eines Printmagazins aufbereitet werden.
Dabei stehen einem viele Themenbereiche zur Auswahl wie etwa Nachrichten, Sport, Technik Lifestyle oder Entertainment. Gut gelungen ist die Einbindung sozialer Netzwerke wie Facebook und Twitter. Selbst eine Verknüpfung zu Read It Later ist integriert.
Obwohl bereits einige große deutsche Zeitungen mitmachen, merkt man deutlich, dass die App eher für den amerikanischen Markt bestimmt ist. Der überwiegende Teil der Zeitschriften und Zeitungen ist englischsprachig. Dies ändert sich möglicherweise dann, wenn sie offiziell im Google Play Store erscheint.
Das Hinzufügen eigener Nachrichtenseiten funktionierte im Test nicht. Leider steckte die Suche in einer Endlosschleife fest. Da es sich nicht um eine offiziell herausgegebene Version handelt, kommt es offenbar bei einigen Geräten zu Problemen. Im Test lief Flipboard aber im Großen und Ganzen ohne Abstürze.
Bedienbarkeit
Die App punktet durch seine sehr intuitive Bedienung. Ist die Anwendung einmal eingerichtet, läuft die Navigation hauptsächlich durch Wischgesten. Dies kann zwar am Anfang der Benutzung gelegentlich zu Verwirrung führen, weil sich die App auch durch eine Wischbewegung beenden (fraglich ob das so beabsichtigt ist) lässt.
Die Auswahl an Magazinen und Zeitungen ist umfangreich, aber wie erwähnt, ist die App bislang eher für den angelsächsischen Markt optimiert. Löblich ist, dass beim Anklicken des gewünschten Artikels nicht bloß auf die jeweilige Webseite weitergeleitet wird. Vielmehr werden die Artikel innerhalb der App aufbereitet.
Fazit
Die App überzeugt, hat allerdings auch noch einige Schwächen. Zum einen läuft sie nicht auf allen Geräten stabil, zum anderen ist das deutschsprachige Angebot noch recht mager.
Die Wischgesten zur Bedienung sind zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, hat man den Dreh allerdings einmal raus, erweisen sie sich als sehr nützlich. Aufgrund des großen Potenzials der Anwendung bleibt abzuwarten, wie sie nach dem offiziellen Release von den Usern angenommen wird. Werden die kleinen Bugs behoben, könnte Flipboard bald die Referenz in diesem Bereich darstellen. Allerdings saugt die App ordentlich an Akku und Arbeitsspeicher, hier besteht definitiv Verbesserungsbedarf.
Flipboard ist derzeit kostenlos auf einer Vielzahl von externen Seiten, beispielsweise bei den XDA-Developers, erhältlich. Getestet wurde die App auf einem HTC Desire.
Nachrichten-Apps helfen dabei, den Überblick über die aktuelle Newslage zu behalten. Die Flipboard-App kann das auch – und bietet obendrein eine intuitive Bedienung. Nachrichten-Apps helfen dabei, den Überblick über die aktuelle Newslage zu behalten. Die Flipboard-App kann das auch – und bietet obendrein eine intuitive Bedienung.