Amazons Chef Jeff Bezos wird das Geldverbrennen zum Verhängnis. Seit einigen Wochen befindet sich der Aktienkurs im Sinkflug, Anleger sind stinksauer über die enormen Milliardenverluste pro Quartal. Investieren um jeden Preis? Keine Zukunftsperspektive. Für Kunden kann sich der korrigierte Kurs lohnen, siehe Fire Phone, das bis vor kurzem noch an die Telekom gebunden war.
Amazons Kindle Fire, ein auf Amazon-Angebote zugeschnittenes Tablet, hat seine Nische gefunden. Viele Kunden beziehen darüber eBooks, Filme, Musik, neue Apps. Mit Kampfpreisen hat sich Amazon den Marktanteil hart erkämpft. Ähnliches sollte mit dem Fire Phone, der Smartphone-Variante also, gelingen. Doch von den eigenen Absatzzielen ist der Internethändler weit entfernt. Trotz guter Technik, trotz innovativer Apps und dem gewohnt üppigen Angebot, kommt das Fire Phone nicht in die Gänge, verkaufte sich in den ersten Wochen nach Veröffentlichung gerade einmal 35.000 mal.
Vielleicht liegt es an der zahlreichen Konkurrenz. Die bietet bessere Displays, ein flexibleres Android-Betriebssystem, einen attraktiveren Preis. Je nach Modell. Vielleicht spielt aber auch der Fakt rein, dass Fire Phone an das Mobilnetz der Deutschen Telekom gebunden ist. Wer das Smartphone von dieser Fessel befreien wollte, musste bislang gut 100 Euro auf den Tisch packen oder 24 Monate warten. Ab dem 15. Dezember jedoch wird die SIM-Sperre der Fire Phones auf Wunsch kostenlos entfernt. Das gab die Deutsche Telekom nun bekannt. Ein guter Schritt, um erneut zu attackieren. Neben dem Wegfall des SIM-Locks wird eine Preissenkung als notwendig erachtet, um überhaupt Käufer zu finden. Aktuell werden noch 400 Euro für die 32 GB-Variante und 470 Euro für das Modell mit 64 GB Speicher verlangt. In dieser Preisklasse bieten fast alle anderen namhaften Smartphone-Produzenten ihre Spitzenmodelle an.
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