An schlechten Bildern, auf denen die Motive schlecht aussehen, muss nicht immer der Fotograf schuld sein. Das Objektiv ist bekanntlich gnadenlos. Nicht selten erwischt man jemanden beim Schielen, mit schiefem Lächeln oder unaufmerksam. Da wäre es doch nett, ein Motiv einfach ein Dutzend mal zu knipsen und sich hinterher das beste Bild herauspickt. Genau, Stichwort Serienfotos. Was auf den meisten Geräten mit der regulären Kamera-App nicht möglich ist, erledigt Fast Burst Camera Lite.
Funktionsumfang
Das Prinzip von Fast Burst Camera Lite ist schnell erklärt: Der Auslöser reagiert schnell und ermöglicht dadurch eine Vielzahl von kurz nacheinander geschossenen Bildern. Je nach Gerät können auf diese Weise bis zu 30 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden. Die auf diese Weise entstandenen Fotoserien können anschließend über die Galerie betrachtet werden. Bilder, die nichts geworden sind, kann man so sofort löschen.
Mit dem Anspruch angetreten, die schnellste Kamera-App zu sein, soll die App selbst das iPhone in seine Schranken verweisen. Die Geschwindigkeit, mit der die Bilder geschossen werden, ist in der Tat klasse. Nicht jedoch die Bildqualität. Der Speed geht nämlich leider zu Lasten der Auflösung, mehr als 1280 x 720 Pixel sitzen nicht drin. Das Potenzial ordentlicher Kameras wird also nicht voll ausgenutzt. Auch das Speichern der Bilder zieht sich regelmäßig etwas in die Länge.
Sehr schön ist aber, dass mit der App aus den Serienfotos auch GIFs, also animierte Bilder, angefertigt werden können. Sie bei Facebook oder per E-Mail zu teilen, erfordert nur wenige Fingertipps. Die hier getestete Lite-Variante kommt im Gegensatz zur kostenpflichtigen Version allerdings etwas abgespeckt daher. Zoom, Blitz, Autofokus etc. sind ausschließlich in der Bezahlversion enthalten. An der Auflösung ändert sich allerdings nichts, die bleibt auch in der Bezahlversion unverändert.
Bedienbarkeit
Die Anwendung ist einfach und intuitiv zu bedienen. In der abgespeckten Lite Version können Bilder geschossen und GIFs erstelllt werden. Weitere große Einstellungsmöglichkeiten gibt es nicht. Die App lief stabil und ohne Aussetzer oder Abstürze.
Fazit
Fast Burst Camera Lite liefert zufriedenstellende Ergebnisse, die jedoch noch viel Luft nach oben haben. Das Anfertigen von Serienfotos ist eine tolle Sache, ohne entsprechende Auflösung macht es aber nur halb so viel Spaß. Für gelegentliche Schnappschüsse beim Sport oder auf einer Party ist die App sicherlich brauchbar. Für den Dauereinsatz ist sie in der jetzigen Form nicht unbedingt geeignet.
Als Testgerät kam ein HTC Sensation zum Einsatz. Die App steht kostenlos im Google Play Store zum Download bereit.
| Fast Burst Camera verlangt bei der Installation Zugriff auf: | |
| Netzkommunikation | uneingeschränkter Internetzugriff, Netzwerkstatus anzeigen |
| Speicher | Inhalt des USB-Speichers und der SD-Karte ändern/löschen |
| Hardware-Steuerelemente | Bilder und Videos aufnehmen, Lichtanzeige steuern |
