Faltbare Displays für Smartphones, Tablets oder ePaper – das ist die Zukunft. Zumindest sind davon etliche Unternehmen überzeugt. Oder auch die Forscher der Universität Cambridge. Diese stellten jetzt einen biegsamen Bildschirm aus Graphen vor.
Spannend ist die Entwicklung in der Tat, denn Graphen sind extrem dünnes Material, das kaum dicker als ein paar Kohlenstoffatome ist. Sie sind stabil, sehr leicht und – das wichtigste Element in diesem Fall – biegsam.

Der frühe Prototyp ist bisher nur in der Lage, monochromes Bild bei niedrigen Auflösungen darzustellen, doch soll sich das in naher Zukunft ändern – und das bei ähnlicher Dicke des Displays. Interessant ist außerdem, dass das Dargestellte sogar bei einer Biegung unverändert bleibt, abgesehen von Reflexionen in diesem Anfangsstadium soll die Qualität stets gut bleiben. Mittels Leuchtdioden soll das Display später farbig werden.
Wozu das gut ist? Die Ideen sind facettenreich: Gerollte e-Zeitungen, Fitness-Armbänder, faltbare Smartphones, Displays, die so dünn wie Aufkleber oder Etiketten sind – vieles sei denkbar. Und Universität Cambridge ist ganz sicher nicht alleine: Samsung stellte vor nicht allzu langer Zeit einen Patentantrag in dieser Richtung, der Hersteller ITRI hat sogar schon Produkte in der Pipeline, die allerdings doch recht weit entfernt von dem Graphen-Ansatz sind.
Weitere Details gibt es auf der offiziellen Webseite.
Das gezeigte Video mag unspektakulär wirken, doch die Technologie könnte das nächste große Ding werden.