Das möglichst fair produzierte Android-Gerät Fairphone erreicht die ersten Käufer und Redaktionen. Ein Blick auf die ersten Reaktionen.
Technisch gesehen ist das schon 2013 viel diskutierte Fairphone ein klarer Fall für die Mittelklasse. Doch die technische Ausstattung ist bei dem niederländischen Gerät nur eine Seite der Medaille, schließlich verfolgt der Hersteller den Anspruch, bei der Produktion so fair, nachhaltig und transparent wie möglich vorzugehen. Deshalb ist das Gerät mit rund 325 € etwas teurer als Geräte anderer Hersteller mit vergleichbaren Specs. Man kauft eben eine Haltung mit.
Derzeit werden die ersten Exemplare an die ersten 7.000 Käufer ausgeliefert. Das verkündete der Hersteller gestern auf seiner Facebook-Präsenz. Die ersten sind bereits angekommen, so dass es nun die ersten Unboxing-Fotos des finalen Produkts zu betrachten gibt. Einige Fotos sind unten eingebunden. Großes Interesse lässt sich in jedem Fall verzeichnen: Auf Reddit erschien vor 17 Stunden ein Hinweis auf die Fotos, seitdem sind bereits über 700 Kommentare aufgelaufen.
Erste Tests sind ebenfalls bereits online: Golem schreibt, das Fairphone sei durchaus “ein gutes Smartphone”. Es laufe zudem flüssig, sei gut verarbeitet und zu nutzen. Die Performance reiche jedoch nicht ganz an vergleichbar ausgestattete Modelle heran. Ein weiterer Test findet sich auf Welt.de. Dort heißt es, das Fairphone sei solide gebaut, bediener- und reparaturfreundlich und vergleichsweise teuer. Allerdings tauge es durchaus als erfolgreicher für den Beweis, dass es Wege abseits von Wegwerf-Produktion und Kostendrückerei gibt.
Das Fairphone bringt neben Android 4.2.2 einen 1,2 GHz Quad Core-Prozessor und 1 GB RAM, ein 4,3 Zoll-Display mit qHD-Auflösung (960×540 Pixel), zwei Kameras (8 MP & 1,3 MP) sowie ein 2.000 mAh-Akku mit. Mit 170 Gramm ist es im Vergleich zu anderen Geräten ziemlich schwer. Zum Vergleich: Das Moto G bringt 143 Gramm, das Nexus 5 130 Gramm auf die Waage. Eine Komplettübersicht über die Ausstattung bietet die Webseite des Herstellers.