Digitale Assistenten sind das nächste große Feld, in dem die führenden Internet- und Elektronikkonzerne Milliardenumsätze erwarten. Nach Apples Siri, der Microsoft-Assistentin Cortana und Googles Now-Service wagt auch Facebook ein Experiment. Dieses heißt “M”.
Falls ihr nun eiligst nach einer passenden App im Google Play Store sucht, macht euch nicht die Mühe. M wird nur von einer Handvoll verlesener Nutzer um San Francisco in den Vereinigten Staaten getestet. Immerhin scheint die Marketing-Maschinerie gut geölt, denn Facebook verspricht selbst in diesem frühen Stadium nicht weniger als eine Assistenz, die aus dem Alltag kaum mehr weg zu denken sei.
Deshalb könne M auch mehr, als nur das Wetter vorhersagen oder den Weg zum nächsten Kino lotsen. Mit M sollen Nutzer per Spracheingabe Artikel bestellen, Verträge ändern, Restaurantplätze und Karten für Events buchen und Termine sowie die Reisen zu selben managen können. Das klingt technisch gewaltig, dürfte aber ebenso Datenschützer auf den Plan rufen, schließlich gelangt Facebook so in den Besitz unzähliger intimer Daten und macht den Nutzer ein Stück weit abhängig.
Randnotiz: Während Siri und Cortana vordergründig weiblich sind, ist Facebooks M – ebenso wie Google Now – ein Neutrum. Wann der Service hierzulande in die Testphase geht, oder ob das Projekt noch abgebrochen werden könnte, ließ Facebook unbeantwortet.
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