Facebook, das größte soziale Netzwerk, hat viel Geld. So viel, dass Instagram für ein paar Milliarden gekauft wird, das VR-Headset Oculus Rift dem eigenen Portfolio hinzugefügt wird. Nur bei Smartphones sah es mau aus, wenngleich viele Gerüchte die Runde machten. Die werden nun erneut befeuert.
Facebook-CEO Mark Zuckerberg. (Bild: Wikimedia)
Und zwar von einem Treffen, das zwischen Facebook-Chef Zuckerberg und Xiaomi-CEO Lei Jun bereits im vergangenen Oktober in Peking stattfand. Dass die Details der Zusammenkunft erst jetzt bekannt werden, kann als Zufall abgetan werden, doch auszuschließen ist nicht, dass wirtschaftliches Kalkül dahinter steckt. Die Ankündigung einer möglichen Partnerschaft dürfte den Kurs der Facebook-Aktie nach oben treiben, und auch einem möglichen Xiaomi-Börsengang zugute kommen – wobei der Wert des Unternehmens auf mittlerweile 45 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.
Nicht die einzigen Vorteile. Xiaomi schaffte es binnen drei Jahre vom Underdog zur weltweiten Nummer drei der Android-Fabrikanten – und wird von der chinesischen Staatsführung sehr geschätzt. Diese enge Verbindung zwischen Xiaomi und den Führungskadern könnte Facebook endlich einen Zugang zum bislang versperrten chinesischen Markt sein. Dort ist das soziale Netzwerk verboten. Eine speziell angepasste Facebook-Version, die viele ungewünschte Seiten und Profile ausblendet, wäre womöglich ein Kompromiss, mit dem beide Seiten leben können. Und Xiaomi? Wovon würden diese profitieren? Von einer Westexpansion.
Denn das Xiaomi Redmi und andere Modelle des Newcomers sind nach wie vor nur in Asien erhältlich. Eine Expansion in die europäischen und amerikanischen Märkte braucht eine ausgefeilte Marketingstrategie mit großer Reichweite und einen Investor mit großem Budget – beides könnte Facebook bedienen.
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