Mit einer neuen Strategie möchte Google das Android-System weiter verbessern. Außerdem sollen derzeit die Arbeiten an einem neuen Tool für Windows und Mac OS X auf Hochtouren laufen.
Heute gibt es ganz exklusive News. Dabei geht es um die spannende Zukunft des mobilen Betriebssystems Android. Bisher wurde mit jedem wichtigen Update auch die Versionsnummer angehoben. Die aktuellste Android-Iteration ist zurzeit 6.0.1 mit dem Codenamen Marshmallow. Im Sommer wird dann das nächste größere Update zur Verfügung gestellt. Derzeit können Nexus-Nutzer mit der Android N Developer Preview bereits eine Vorschauversion ausprobieren. Über eine offizielle Versionsnummer verfügt Android N derzeit noch nicht. Geht es nach neuesten Informationen, wird es in Zukunft wohl auch dabei bleiben.
Mit Hilfe eines Informanten konnten vorab einige interessante Einblicke in die Entwicklungs- und Strategie-Abteilung von Google erhascht werden. Mit dem bevorstehenden Update von Android N wird das Unternehmen aus Mountain View offenbar die bisherigen Pläne mit den Versionsnummern über Bord werfen und sich stattdessen auf eine neue Strategie fokussieren, das über eine einfache Umbenennung hinausläuft. Zukünftig wird es mit Android One OS nur noch eine „Hauptversion“ geben. Eine fortlaufende Kennzeichnung durch Nummerierungen entfällt somit. Dafür werden für künftige Updates die Codenamen herangezogen. Hier bleibt sich Google mit der Benennung nach den alphabetischen Süßspeisen treu. Aus Android N/6.1/7.0 wird dann also das „New York Cheesecake“-Update für Android One OS. Wie eingangs erwähnt, ist die Sache mit dem Rebranding aber noch nicht getan. Google möchte verstärkt auf zeitnahe Aktualisierungen setzen und wird das Android-System fortlaufend mit neuen Features ausstatten. Neben den monatlichen Security-Patches dürfen sich die Nutzer also ebenfalls auf die eine oder andere neue Funktion freuen. Von diesen Neuerungen profitieren vor allem Nexus-Besitzer, die Updates direkt von Google erhalten. Eine wichtige Frage ist allerdings, wie andere Hersteller dazu bewegt werden können, auch ihre Geräte schnellstmöglich mit den Updates zu versorgen. Schon jetzt werden (wenn überhaupt) nur die jeweiligen Top-Modelle mit den aktuellsten Security-Patches behandelt. Mit dem neuen Release-Plan könnte die Gefahr entstehen, dass die Hersteller noch länger für ein Update brauchen, da sie zusätzlich noch die neuen Google-Funktionen mit den hauseigenen UIs kompatibel machen müssen. Zu dieser brisanten Angelegenheit könnte auf der Entwicklerkonferenz Google I/O näheres in Erfahrung gebracht werden.
Nützliche Tools für den Computer werden von den Herstellern bereits seit geraumer Zeit angeboten. Zu erwähnen wären hierbei etwa Samsung Smart Switch oder Sonys Xperia Companion. Nun möchte anscheinend auch Google ein entsprechendes Programm anbieten. Das Ganze nennt sich Android One Hub und verfügt über viele praktische Funktionen in einem Tool. Die Oberfläche ist einfach gehalten, richtet sich an den Material-Design-Richtlinien und unterstützt PCs mit Microsoft Windows oder Apple Mac OS X. Zu den grundlegenden Möglichkeiten gehören die Überprüfung und das direkte Aufspielen von neuen Updates. Außerdem können Sicherungen entweder lokal gespeichert oder auf Google Drive hochgeladen werden. Zusätzlich können Anwender des One Hub über den Device Manager ihre Geräte verwalten und auch lokalisieren. Wie von Google-Apps gewohnt, verfügt das Tool über ein Navigationsmenü. Hierüber ist neben dem Google-Account auch der Play Store erreichbar. Über den Dateimanager können Dateien zwischen dem Androiden und dem PC mühelos hin und her geschoben werden. Das Tool Android One Hub bietet eine Option, Benutzer bei einkommenden Anrufen oder neuen Nachrichten direkt auf dem Computer zu benachrichtigen. Über die Einstellungen lässt sich ein Entwicklermodus aktivieren. Mit dem Tool können Entwickler beispielsweise Developer Previews herunterladen und sich über Neuigkeiten informieren. Wann genau das neue Google-Tool erscheinen wird, ist noch unklar.
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