Wer kennt das nicht: Schnell eine Nachricht am Tablet tippen, absenden und mit Erschrecken feststellen, wie viele Fehler sich eingeschlichen haben. Und möchte man es vor dem Posten noch korrigieren, dauert das alles seine Zeit. Richtig produktiv ist man mit einem Touchscreen-Computer vermutlich erst dann, schließt man eine reguläre Tastatur an. Oder wie wäre es mit Dryft? Die Software vom Swype-Schöpfer Randy Marsden soll in der Lage sein, bis zu 80 Wörter pro Minute quasi fehlerfrei zu tippen. Und wie geht das?
Das Konzept hinter Dryft ist clever. Zum einen erhält man ein individuelles Tastatur-Layout, das an das eigene Schreibverhalten angepasst wird. Eine natürliche Haltung der beiden Hände sowie ein intelligentes Erkennungssystem beim „Vertippen“ werden auch versprochen. Zweitgenanntes führt dazu, dass falsch geschriebene Wörter selbständig korrigiert werden – unter Berücksichtigung der Buchstaben, die man hätte treffen wollen. Ähnliche Ansätze sind zwar nicht neu, in Kombination mit einer veränderten Tasten-Position sowie weiteren Anpassungen soll aber ein optimales Schreibtempo erreicht werden.
Wie genau Dryft in Aktion auf einem Android-Tablet funktioniert, verdeutlicht ein Video von Marsden persönlich.
Aktuell ist man bemüht, Dryft auf möglichst viele Tablets zu bringen. So will man die bereits patentierte Technologie lizenzieren, am besten an Hersteller der mobilen Betriebssysteme. Hier hat man neben Android durchaus auch iOS im Visier. Mit einem Start der Schreibhilfe ist 2014 zu rechnen, eine Beta ist ebenfalls geplant.
Das klingt alles gut und interessant, eine Frage stellt sich aber: Eignet sich Dryft auch für kleinere Tablets mit Displays unterhalb der 10 Zoll? Kaum vorstellbar. Weitere Details gibt’s auf der Webseite des Herstellers.
