Viele Autorennen machen keinen Spaß. Unter anderem können folgende Gründe dafür verantwortlich sein: Bugs, kaum Rennen, schlechte Autoauswahl oder wenig Level. Auf Drag Racing trifft nichts davon zu. Einmal Gas gegeben, möchte man das Handy gar nicht mehr weglegen.
Installation
Drag Racing verlangt folgende Berechtigungen:
Uneingeschränkter Internetzugriff
- Ermöglicht einer Anwendung, Netzwerk-Sockets einzurichten
Telefonanrufe
- Telefonstatus lesen und identifizieren
Gameplay
Wer Autorennen spielt, will natürlich gewinnen – und sich immer dickere Karren leisten können. Drag Race bildet da keine Ausnahme. Steht zu Beginn ein sehr schmales Budget, das nur sehr leistungsschwache Wagen zulässt, klingelt bei jedem Sieg die Kasse. Neben Geld verdient sich der Spieler Respektpunkte.
Gerade Rennstrecken
Bei den Rennstrecken handelt es sich nicht um verschnörkelte Parcours mit engen Haarnadelkurven, sondern um gerade Straßenabschnitte. Logisch, wie der Name schon sagt, ist Drag Racing kein Lenk-, sondern ein Beschleunigungsspiel. Es geht darum, den Wagen auf kurzer Strecken als erster ins Ziel zu bugsieren.
In guter alter Gran Turismo-Manier kann das Auto dafür natürlich getuned werden. Diese Upgrades kosten aber nicht nur Geld, sondern auch die besagten Respektpunkte. Zu den möglichen Tuningbereichen gehören:
- Engine
- Turbo
- Intake/Exhaust
- Nitro
- Weight
- Wheels
Jeder Bereich ist in fünf Stufen unterteilt. Sukzessive steigt man diese Stufen empor und verwandelt den Wagen nach und nach in einen Superflitzer. Seit einem Update im Juni 2011 stehen insgesamt 51 (vorher 39) Automodelle zur Auswahl. Es eröffnete außerdem die Möglichkeit, den Wagen neu zu lackieren oder die Übersetzung der Gänge zu variieren. Updates sollen die Modellpalette stetig erweitern und weitere Tuningmöglichkeiten bringen.
Pro League: Mit den Besten der Besten messen
Die Hauptneuheit des letzten Updates findet sich jedoch im Bereich der Online-Rennen. Im Rahmen der “Pro League” kann man sich mit den Besten der Besten messen und zusätzlich Geld und Respektpunkte einfahren. Vorteil ist, dass sowohl die Erlöse als auch die Respektpunkte deutlich höher ausfallen als bei gewöhnlichen Rennen. Mit jedem (erfolgreichen) Rennen steigt man im Weltranking auf – mit viel Geduld lockt also die Besteigung des weltweiten “Drag Race”-Throns.
Hin und wieder kam es im Test aber zu Server-Problemen, die den Pro League-Rennbetrieb zum Erliegen brachten. Immer waren solche Probleme jedoch innerhalb weniger Tage behoben. Unduchsichtig blieben während des Tests allerdings die Kriterien, die für den Aufstieg im Ranking angelegt werden. Machte man eben noch Plätze nach oben gut, stürzte man nach dem nächsten Rennen nach unten ab – trotz besserer Zeit. Etwas mehr Transparenz wäre in diesem Punkt ganz hilfreich.
Absoluter Beginner oder Boss Battler?
Unterschieden wird zudem in verschiedene Klassen. Je nachdem, in welcher Klasse man fährt, desto mehr (oder weniger) Geld und Respektpunkte gibt es zu verdienen. Im Einzelnen kann man zwischen folgenden Klassen wählen:
- Beginner
- Amateur
- Pro
- Boss Battle
- Race Online
Wer kontinuierlich tuned und siegt, steigt die Level auf. Parallel werden nicht nur die Gegner besser, sondern auch die Gewinne höher, so dass auch die richtig schweren Boliden in Reichweite kommen. Für bestimmte Leistungen gibt es außerdem Bonusrespektpunkte. Reicht das Geld für den Kauf eines bestimmten Wagens aus, besteht die Möglichkeit, ihn vorher einer Testfahrt zu unterziehen. Dabei wählt man, wie auch bei den gewöhnlichen Rennen, zwischen einer ¼- oder ½-Strecke.
Bedienbarkeit
Mit Drag Racing kommen auch unerfahrene Gamer auf Anhieb zurecht. Trotz der vielen Einstellungsmöglichkeiten kann man sofort loslegen. Lediglich ein Gefährt muss man sich besorgen, wobei auch ohne Kauf einige Testfahrten absolviert werden können.
Grafisch ist Drag Racing sehr ansprechend geworden und hebt sich von der Masse positiv ab. Die Autos sehen schnittig und gut aus. Selbst die kleinen Details während des Rennens – etwa die Radumdrehungen – sind sehr authentisch ausgefallen.
Fazit
Drag Racing ist ein Game, das süchtig macht. Das Spielprinzip ist zwar immer dasselbe, doch die Aufstiegsmöglichkeiten und die Jagd nach dem besten Wagen treiben einen von Rennen zu Rennen. Die große Auswahl an Modellen, die Rennklassen und vor allem der (auf App-Seite) zuverlässig laufende Online-Modus sorgen für lang anhaltenden Spielspaß. Über 1.000.000 Downloads kommen nicht von ungefähr. Die Entwickler sind zudem stets bemüht, die App weiterzuentwickeln und stets dankbar für Vorschläge, Kritik und Anmerkungen. Ihre Facebook-Präsenz zählt bereits über 33.000 Fans, die über Stärken und Schwächen der Wagen philosophieren.
Wenn es etwas an der Anwendung zu bemängeln gibt, dann ist es der Akkuverbrauch. Nach 15 Minuten Gas geben sind bereits 10 Prozent der Akkuleistung weg. Das verwundert bei einem grafikintensiven Spiel jedoch nicht allzu sehr. Dafür, dass das Spiel gratis ist, bekommt man jedenfalls eine Menge geboten. Die Werbung während der Rennpausen mindert den Spielspaß nicht. Selbst die Permissions sind absolut sauber, außer dem Internetzugriff für die Werbung und dem obligatorischen Zugriff auf den Telefonstatus benötigt die App nichts.
Als Testgerät kam ein HTC Desire zum Einsatz. Drag Racing ist kostenlos und kann im Android Market heruntergeladen werden.