Eine erfolgreiche Spielidee für eigene Projekte zu übernehmen, ist nichts neues. Oft sind die Kopien aber mehr schlecht als recht. Dino vs Caveman orientiert sich sehr stark an Plants vs Zombies und kopiert es immerhin so gut, dass man es auch spielen kann.
Gameplay
Anstatt Zombies im Vorgarten, gibt es hier Dinos vor der Höhle. Die ersten Level dienen der Einführung. Hier bekommt der Spieler erklärt, wie er Einheiten platziert, welche Extras man verwenden kann und wie man schneller an goldene Pilze (Währung für Einheiten und Extras) kommt. Die verschiedenen Einheiten besitzen verschiedene Eigenschaften, die man weise gegen die angreifenden Dinos einsetzen sollte.
60 Level gilt es zu bezwingen. Diese finden in sechs verschiedenen Umgebungen statt. Naturgemäß steigt der Schwierigkeitsgrad recht schnell und die Gegner werden immer stärker. Wer hier nicht auf genügend Arbeiter zum Pilzabbau setzt, hat schnell ein Problem. Diese kleine, aber sehr strategische Komponente des Spiels, sollte man nicht unterschätzen. Da man jedes Level wieder bei Null anfängt, hilft es auch nichts, Pilze in einfacheren Leveln anzuhäufen. Rennende Wildschweine erweisen sich hingegegen als dankbare Pilzlieferanten.
Neben den Steinzeiteinheiten, die man auf dem Spielfeld platzieren kann, gibt es auch nicht lebendige Dinostopper. Diese können gekauft werden, sie werden aber auch verbraucht. So beschäftigt beispielsweise ein Pilz einen Dino eine ganze Weile, ist dann aber weg. Die Einheiten bleiben das ganze Level bestehen, es sei denn sie werden von den Dinos vernichtet.
Während des Spielens fallen kleine Unsauberkeiten auf. Hier ein Flackern, da eine Ladeunterbrechung, es sind Kleinigkeiten, die aber dennoch irgendwie den Spielfluss stören. Das soll nicht bedeuten, dass das Game unspielbar wäre, aber es ist halt das, was das Spiel von einer hochwertigen Produktion unterscheidet.
Steuerung
Die Steuerung ist an sich gut gelungen. Es wird viel getoucht, leider nicht immer so präzise wie man es sich wünschen würde. Die Soundeffekte und die Hintergrundmusik, beide gar nicht einmal so schlecht, lassen sich getrennt voneinander deaktivieren. Da sich das Spiel auf festgelegte Felder beschränkt und auch wenig hektisch zugeht, kann man die Steuerungsmängel mit etwas Gutmütigkeit auch übersehen.
Grafik und Sound
Wie bereits erwähnt, passt der Sound ganz gut und nervt auch nach längerer Spielzeit nicht. Die Grafik ist in einem Comic-Stil gehalten und hinterlässt einen guten Eindruck. Sicher muss man auf 3D-Animationen und Mega-Effekte verzichten, aber die braucht das Game auch gar nicht.
Fazit
Ein Fazit zu einem doch recht dreisten Ideenklau zu ziehen, ist gar nicht so einfach. Prinzipiell möchte man sagen, dass das Spiel sicher allen gefallen wird, die schon einmal Plants vs. Zombies gespielt haben. Auf der anderen Seite wird man sich, eben wenn man Plants vs Zombies bereits gespielt hat, sehr schnell langweilen. Einsteigern in das Genre würde man ebenfalls lieber das Original empfehlen.
Geeignet ist Dino vs Caveman demnach für alle, die sich an Plants vs Zombies noch nicht satt gespielt haben oder die einfach einmal ein neues Setting ausprobieren wollen. Insgesamt ist das Spiel nicht schlecht gemacht, die paar Bugs lassen sich mit Updates schnell beheben. Ob man jedoch die Kreditkarte dafür zücken sollte, muss wohl jeder selbst entscheiden.
Dino vs Caveman kann für 0,69 Euro im Google Play Store gekauft werden. Als Testgerät kam ein ASUS Nexus 7 zum Einsatz.
| Dino vs Caveman verlangt bei der Installation Zugriff auf: | |
| Netzkommunikation | Zugriff auf alle Netzwerke |
| Telefonanrufe | Telefonstatus und Identität abrufen |
| System-Tools | Standby deaktivieren/aktivieren |

