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n-droid.de
Veröffentlicht am Spiele 4 Min. Lesezeit

Dead Trigger – Die neue Grafik-Referenz für Android-Games

Nur selten ist die Erwartungshaltung an ein Spiel vor der Veröffentlichung so groß wie bei Dead Trigger. Die kurzfristige Verzögerung des Releases hat dem Hype dann Flügel verliehen. Eine Prüfung des Spiels sollte zeigen, ob es die Erwartungen erfüllt und die Messlatte für zukünftige Spiele dieser Art höher legt.

Gameplay

Dead Trigger ist ein klassischer 3D First-Person-Shooter mit einer ordentlichen Auswahl an Waffen und Items.  Ziel des Spiels ist nichts mehr als die Rettung der Welt. Dies wird durch das Abmurksen von Zombies, vielen Zombies, erreicht. Auf einer Karte werden die Missionen angezeigt, die man auswählt.

Zum einen gibt es Missionen die an die Storyline anknüpfen, sogenannte Main Quests. Die übrigen Missionen sind losgelöst von der Storyline und beinhalten Aufgaben wie das Transportieren von Gegenständen oder das Verteidigen der eigenen Position. Alle Aufgaben haben eines gemeinsam: Es müssen Zombies exekutiert werden!

Geld oder Gold via In-App-Purchase
Mit dem erspielten Geld oder Gold lassen sich das Arsenal aufbessern oder Hilfsmittel wie Bandagen oder Granaten kaufen. Wem das zu lange dauert, kann sich Geld und/oder Gold via In-App-Purchase beorgen – was bei den Nutzern für reichlich Unmut sorgt. So sehr die Kritik bei einigen Spielen berechtigt sein mag, die Dead Trigger-Missionen lassen sich definitiv auch ohne den Kauf von Waffen durch Echtgeld meistern.

Die massive Kritik ist etwas überzogen. Lediglich bei den Waffen, die nur durch Gold erhältlich sind (insg. 6 Stück), ist ein Freispielen nahezu unmöglich. Hier wird gezielt auf den App-internen Verkauf spekuliert. Dennoch, zum Weiterkommen sind diese Waffen nicht unbedingt nötig.

Nur wenige Locations
Kritikwürdig ist vielmehr der Umstand, dass es dem Spiel an Abwechslung fehlt. Die Level sind immer gleich aufgebaut, es gibt nur wenige Locations, die sich darüber hinaus ständig wiederholen. Die Zombies sind ebenfalls immer gleich, es gibt lediglich fünf verschiedene mit – bis auf zwei Ausnahmen – nahezu identischen Eigenschaften.

Zudem sind die Hauptmissionen („Main Quests“), die zur Storyline gehören, nach kurzer Zeit weg und erscheinen nicht mehr auf der Karte. Dann stehen nur Nebenmissionen, die mit der Geschichte nichts zu tun haben, zur Wahl. Die Hauptmissionen tauchten auch nach 15 (!) Stunden effektiver Spielzeit nicht iweder auf. Neue Hauptmissionen wird es also wohl erst nach einem Update geben.

Bedienbarkeit und Grafik

In puncto Grafik muss man den Entwicklern ein großes Kompliment machen. Die Details sind sehr fein ausgearbeitet und in diesem Ausmaß bei einem Android-Spiel noch nicht dagewesen.  Insbesondere die Effekte auf einem Tegra 3-Gerät sind exzellent. Doch auch auf Geräten ohne Tegra 3-Chipsatz ist die Grafik hervorragend. Dead Trigger darf wohl vorerst als Referenz im Grafikbereich dienen.

Wer dennoch in den Genuss einiger grafischer Extrafeatures (Stichwort Wasser), die eigentlich Tegra 3-Geräten vorbehalten sind, sollte mal bei den xda-developers vorbeischauen. Dort gibt es eine Anleitung, wie man durch minimale Änderungen die Tegra 3-Effekte freischaltet. ALLERDINGS AUF EIGENE GEFAHR !

Die Steuerung ist insgesamt auf einem guten Niveau. Die Buttons auf dem Touchscreen lassen sich gut bedienen und erfordern keine Fummelei. Gelegentlich kommt es vor, dass das Sichtfeld beim Drehen in eine komplett andere Richtung wandert. Statt auf den Gegner zu zielen, ballert man an die Wand oder vor seine Füße. Diese Aussetzer trüben den Spielspaß manchmal, ob das Problem jedoch auch auf anderen Geräten auftritt, ist unbekannt. Hat jemand ähnliche Probleme beim Spielen?

Dead Trigger läuft sehr flüssig und ohne Ruckler. Selbst bei höchster Graphic Detail Stufe „High“ kab es keinerlei Hänger, Abstürze oder sonstige Probleme.

Dead Trigger: Gameplay

Fazit

Dead Trigger hätte das Spiel des Jahres werden können. In Bezug auf die Grafik hätte es den Titel jedenfalls verdient. Aber das Gesamtpaket stimmt einfach (noch) nicht. Die fehlenden Hauptmissionen sind das größte Ärgernis, es verbleiben leider nur die „belanglosen“ Missionen, die nichts mit der Story zu tun haben. Hier muss Madfinger definitiv nachbessern.

Genauso muss bei den Umgebungen und den Zombies mehr Abwechslung her, andernfalls verpufft der Spielspaß nach kurzer Zeit. Zudem würde eine Feinjustierung bei der Steuerung auch nicht schaden. Sobald das geschehen ist, gehört Dead Trigger zweifellos zu den absoluten Top-Games im Google Play Store. Andernfalls bleibt es ein Spiel mit Spitzenverpackung und überschaubarem Inhalt.

Als Testgerät kam ein HTC Sensation zum Einsatz. Interessenten des Spiels sollten sich in Foren vorab informieren, ob ihr Gerät unterstützt wird, da es wohl nicht auf allen Geräten problemlos läuft. Insbesondere Besitzer von Sony Ericsson-Geräten sollten genau recherchieren. Dead Trigger kann für 0,99 € im Google Play Store heruntergeladen werden.

Dead Trigger verlangt bei der Installation Zugriff auf:
  Hardware-Steuerelemente
Audio-Einstellungen ändern, Vibrationsalarm steuern
 Netzkommunikation
uneingeschränkter Internetzugriff, WLAN-Status anzeigen, Daten aus dem Internet abrufen, Überprüfung der Market-Lizenz, Netzwerkstatus anzeigen
 Telefonanrufe
Telefonstatus lesen und identifizieren
Speicher
Inhalt des USB-Speichers und der SD-Karte ändern/löschen
System-Tools
Aktive Apps abrufen, Standby-Modus des Tablets deaktivieren Standby-Modus des Telefons deaktivieren, Automatisch nach dem Booten starten
Standard
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