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Veröffentlicht am News 3 Min. Lesezeit

Das Samsung Galaxy Note 10.1 im Test: “Please don’t buy this”

Ron Amadeo von Android Police hat das neue Flaggschiff Tabelt von Samsung genauer unter die Lupe genommen. Das Gesamturteil ist vernichtend, auch wenn das Tablet einige Stärken hat. Der Test kommt sehr ehrlich rüber und man sollte ihn sich in voller Länge zu Gemüte führen.

Das Positive zuerst: Das Galaxy Note 10.1 besitzt nach vorne gerichtete Stereo-Lautsprecher, die einen guten Sound verbreiten. Was Samsung als Schutz gegen Apple einführte, erweist sich als logisch und sollte eigentlich bei jedem Tablet so vorhanden sein. Schließlich sitzt man vor dem Tablet und legt seine Ohren beim Medien-Konsum nicht dahinter.

Außerdem verbaut Samsung einen 7.000 mAh-Akku, der tatsächlich über einen längeren Zeitraum für genügend Power sorgt. Die S-Pen Eingabe ist ebenfalls großartig, zumindest in den Apps, die diese komplett unterstützen.

Die Negativ-Liste fällt jedoch weit länger aus. Die Verarbeitungsqualität ist demnach schrecklich – eine Beleidgung für ein 500 Dollar-Tablet. Das Plastik auf der Rückseite verformt sich bei der kleinsten Berührung, es knarzt und fühlt sich billig an. Aber selbst besseres Plastik wäre keine Alternative gewesen, wenn man bedenkt, dass die Konkurrenz größtenteils auf Aluminium setzt.

Das Design könnte der Angst vor Apple geschuldet sein. Das zweifarbige Design scheint nur auf eines abzuzielen: Bloß nicht wie das iPad aussehen. Dass man ein gutes Design hinbekommt, ohne sich am iPad zu orientieren, ist Samsung anscheinend nicht bewusst. Man braucht sich nur Sonys Tablets anzusehen.

Das Display kommt mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln daher. Das ist heute kein Standard mehr, vor allem nicht im Hochpreis-Segment der Tablets. Samsung kann bessere Displays bauen, sie fertigen schließlich auch das Retina-Display des neuen iPad. Dieser Punkt ist strittig, da davon ausgegangen wird, dass die Auflösung mit der S-Pen-Eingabe zu tun hat. Dennoch hätte man da etwas Besseres bringen müssen.

Der S-Pen selbst passt zur billigen Verarbeitung des Tablets. Ein Plastik-Röhrchen mit einem nutzlosen Knopf. Dafür, dass der Stift ein Hauptverkaufskriterium ist, hätte man hier durchaus auf mehr Qualität setzen können. Da hilft auch der BT S Pen nicht, der kürzlich im Pressematerial zum Galaxy Note 10.1 aufgetaucht war.

Es ist kein NFC verbaut. Die NFC-Technik soll die Zukunft der Kurzstreckenkommunikation sein, Samsung selbst verbaut sie bereits in Smartphones, verzichtet darauf aber in seinem neuen Flaggschiff-Tablet? Ein reibungsloses Zusammenspiel zwischen Smartphone und Tablet wäre möglich gewesen. Zum Beispiel Fotos vom Galaxy S III auf das Note 10.1 beamen. Dem Käufer ist da nicht vergönnt, er muss sich nach einer anderen Möglichkeit umschauen.

Multi-Tasking, Floating-Apps und Split-Screen sind halbherzig implementiert. Generell sind diese nur mit einigen speziellen TouchWiz-Apps möglich und selbst diese funktionieren nicht so flüssig, wie man es annehmen möchte. Lange Lags, wenn man z.B. im Split-Screen-Modus die Fenster wechselt, sind an der Tagesordnung.

Der Test offenbart noch einige andere Schwächen des Tablets, der Autor schließt sein Review mit den folgenden, sehr aufschlussreichen Worten ab: The overall impression I get from this is arrogance. “We’re Samsung. You slobs will buy anything we crap out. We don’t have to try, we don’t even need the latest components. You’ll buy it no matter what.”

Es empfiehlt sich, den gesamten Text zu lesen, er ist unterhaltsam und erschreckend zugleich. Und natürlich nur eine Meinung; es bleibt abzuwarten, was die nächsten Tests ergeben. Außerdem gibt es dort noch jede Menge Bilder und Videos.