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Veröffentlicht am Android-Apps · Kostenlose Apps · Soziale Netzwerke Kommunikation 1 Min. Lesezeit

Cyber Dust: Nachrichten kaum verschickt, schon verschwunden

Und wieder gibt es Neuigkeiten aus der Welt der supersicheren Chatprogramme und Messenger. Diesmal steht die Selbstzerstörung im Mittelpunkt.

Mit Cyber Dust kann man ganz im Stile von Snapchat Nachrichten austauschen, die nach genau 30 Sekunden vom eigenen Smartphone, aber auch von dem des Empfängers verschwinden. Damit das ganze aber auch vor der NSA, dem GCHQ und neuerdings ja auch dem BND geschützt ist, werden diese Nachrichten zusätzlich noch mit aktuellen Verschlüsselungstechnologien unkenntlich gemacht.
Als Sahnehäubchen der Sicherheit gibt es (zumindest unter Android) eine Screenshot-Erkennung, die zwar einen solchen nicht verhindert, wohl aber den Absender über diese Aktivität informiert.

Die App bietet besonders durch die Selbstzerstörungsfunktion ein besonders hohes Maß an Sicherheit, auch wenn in der Beschreibung nichts von Perfect Forward Secrecy steht. Neben dem Sicherheitsaspekt bietet die App auch sonst fast alle Funktionen, die man von einem Messenger erwarten kann. Zwar gibt es bisher noch keine Gruppenfunktion, wohl ist es aber möglich, eine Nachricht per “Blast” an mehrere Empfänger zu verschicken.

Ob in Deutschland ein derart hohes Sicherheitsniveau benötigt wird, ist fraglich, aber in besonders undemokratischen Verhältnissen ist es gut, wenn selbst bei der Dursuchung des Handys keine kompromitierenden Nachrichten zu finden sind.

Vorsicht bei den Berechtigungen. Der Zugriff ist sowohl auf das Adressbuch als auch auf ungefähr alles andere erlaubt, was es ermöglicht, dass (nicht nur) der Entwickler Zugriff auf viele persönliche Daten hat. Generell ist auch hier volles Vertrauen in den Entwickler erforderlich, da es sich nicht um ein Open Source Projekt handelt, wo nachvollzogen werden könnte, ob die Sicherheit wirklich gegeben ist.