Von CyanogenMod zu LineageOS: die Geschichte in Kürze
CyanogenMod entstand 2009 als Community-Firmware für das HTC Dream und wuchs bis 2015 auf über 50 Millionen Installationen. 2013 gründeten die Entwickler die Firma Cyanogen Inc., die das System kommerzialisieren wollte; im Dezember 2016 stellte die Firma die Server ab, und die Community setzte die Arbeit unter dem Namen LineageOS fort. LineageOS ist heute das größte Custom-ROM-Projekt: monatliche Sicherheitsupdates, eine Geräteliste mit mehreren Hundert Modellen und Versionen auf Basis von Android 14 und 15. Die Nummerierung von CyanogenMod (CM 10.2 = Android 4.3, CM 11 = 4.4, CM 12 = 5.x, CM 13 = 6.0, CM 14.1 = 7.1) ging in LineageOS 14.1 direkt weiter.
Anrufe blockieren mit der Blacklist: damals und heute
Die Blacklist aus CyanogenMod 10.2 war deshalb bemerkenswert, weil sie systemweit arbeitete: Nummern ließen sich aus dem Anrufprotokoll, aus den Kontakten oder per Muster sperren, blockierte Anrufe tauchten gar nicht erst auf, und SMS von gesperrten Nummern wurden verworfen statt zugestellt. Android selbst konnte das erst mit Version 7 (2016) über die Funktion „Nummer blockieren“ in der Telefon-App. LineageOS führt die Blacklist bis heute in seiner Telefon-App weiter, ergänzt um Regeln für unbekannte und private Nummern. Auf einem Standard-Android geht das inzwischen ohne Zusatz-App: Telefon-App → Anrufliste → Nummer → „Blockieren / Spam melden“; die Google-Telefon-App filtert Spam-Anrufe zusätzlich automatisch.
Was der Nachfolger LineageOS heute leistet
Wer heute ein Gerät ohne Hersteller-Updates weiterbetreiben möchte, landet beim Nachfolger LineageOS. Das Projekt liefert für unterstützte Geräte monatliche Sicherheitspatches, kommt ohne vorinstallierte Google-Apps (die sich optional nachinstallieren lassen) und übernimmt die Philosophie von CyanogenMod: wenig Bloatware, viele Einstellmöglichkeiten, offene Entwicklung. Die Installation folgt dem üblichen Weg – Bootloader entsperren, Recovery flashen, ROM installieren – und ist in der Custom-ROM-Anleitung beschrieben. Eine Übersicht, welche Android-Version welche Blacklist- und Blockierfunktionen mitbrachte, steht unter Android-Versionen.
Die Meldung vom August 2013 im Original
Die auf Android 4.3 basierende CyanogenMod 10.2 wird eine Blacklist mitbringen, mit der man zum Beispiel Anrufe bestimmter Nummern blockieren kann.
Schon kurz nach dem Launch von Android 4.3 war das Cyanogen-Team bereits voll in der Sondierung für die auf der neuen Android-Version beruhenden Iteration der CyanogenMod. Wie sich jetzt herausstellte, ist für die CyanogenMod 10.2 ein praktisches zusätzliches Feature geplant. Es handelt sich um eine Blacklist, zu David van Tonder auf seiner Google+-Präsenz erste Einzelheiten postete.
Anhand der Blacklist sollen Nutzer der Custom-Rom künftig umfangreiche Einstellungen für die eigenen Kontakte vornehmen können. So unterstützt sie das Blockieren unerwünschter Anrufen und /oder Nachrichten. Die Konfiguration der Blacklist soll von verschiedenen Stellen (Einstellungen, Telefon-App, Nachrichten-App) möglich sein.

Hier die angekündigten Kernfeatures:
1) Global, generic Blacklist support within Security Settings, App security
2) Available to 3rd party apps via a new Content Provider API
3) Redesigned, Holo compliant interface
4) Supports wildcards and the blocking private and unknown numbers
5) Type or Select numbers from the Address Book (People)
6) Add numbers to the Blacklist from the In-call screen, the Call history screen, the Quick reply popup and the Messaging app Conversation screen
7) Select the type of blocking to be enforced – incoming calls, messages or both
8) Intuitive interface allows for toggling the blocking on/off per number and type of blocking.
9) Allows for a number to be “whitelisted” for calls, messages or both (see attached image)
10) Configurable via the Settings, Phone and Messaging app
11) Displays notifications with an unblock action
(via)