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Veröffentlicht am Android-Themen · News · Features 6 Min. Lesezeit

CES 2014: Die coolsten Gadgets!

Eines der schönsten Dinge auf einer Messe ist doch der neu vorgestellte “Spielkram”, oder? Dass dieser auch mehr oder weniger nützlich sein kann, bewiesen einige Hersteller auf der diesjährigen CES 2014. Die augenfälligsten Gadget-Vorstellungen sind hier zusammengefasst.

Ganz schön smarte Putze: Die Smartphone-Zahnbürste

Kolibree will mit seiner gleichnamigen elektrischen Zahnbürste allen Zahnputzmuffeln im wortwörtlichen Sinne “auf den Zahn fühlen”. Die Zahnputze verbindet sich nämlich via Bluetooth mit dem Smartphone, auf dem eine entsprechende App per Punktesystem festhält, wie häufig und gründlich sich der Nutzer seine Beißerchen putzt. Auf diesem Wege lassen sich gleich mehrere Kolibree-Zahnbürsten auf einmal überwachen, beispielsweise, um zu überprüfen, ob sich die lieben Kleinen nicht doch um die ungeliebte Tätigkeit herummogeln. Zur Motivationsförderung lassen sich die einzelnen Ergebnisse mit denen der Familienmitglieder in Ranglisten vergleichen oder eventuell sogar auf sozialen Netzwerken wie Facebook posten. Auch der Spaßfaktor soll nicht zu kurz kommen: Eine offene App-API ermöglicht Entwicklern, entsprechende Zahnputzspiele zu auszutüfteln. Das Putzwerkzeug soll je nach Paket-Ausstattung zwischen 100 und 200 US-Dollar kosten und über Kickstarter finanziert werden.

Sen.se: Big “Mother” is watching you!

Wem die reine Überwachung des Zähneputzens noch nicht genügt, dem dürfte ein Gadget namens “Mother” von Sen.se sicherlich gefallen. Dieses sieht aus wie eine weiße Matroschka (Die Puppen aus Holz, die ineinander gesteckt werden, sind sicherlich bekannt) mitsamt ihrer Kids in Form von individuell programmierbaren Sensoren (Cookies). Bis zu 24 dieser Sensoren können an diversen Stellen, beispielsweise der Zahnbürste, dem Hundehalsband, der Kaffeemaschine, auf der Matratze oder am Jogginganzug positioniert werden, um Infos über gelaufene Schritte, Temperatur, Schlafverhalten, aufgenommene Flüssigkeitsmenge und vieles mehr zu registrieren. Alle Infos laufen in einer Smartphone- oder Tablet-App zusammen, wo sie ausgewertet werden und dem Kontrolljunkie nützliche Informationen liefern. Ein positiver Aspekt des Überwachungstools ist: Sehr sinnvoll kann sich ein solches Gadget beispielsweise für Menschen erweisen, die auf die regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen sind. In der Basisversion soll es die Kontroll-Mutti ab Frühjahr für 222 USD geben.

Duracell und Starbucks: Kabellose Auflade-Stationen

Wie man Kunden in seinen Coffee-Shop lockt, demonstrierte Duracell gemeinsam mit Starbucks auf der CES 2014. Jeder muss schließlich mal seinen Handy-Akku aufladen – warum nicht gleich beim Zwischenstopp im Coffeeshop!? Geht – zumindest rein theoretisch, denn Duracell wartet noch auf das endgültige OK von Starbucks, um die – zugegebenermaßen sehr praktische – Idee in Form der Powermat-Technologie in die Tat umsetzen zu können: Diese bettet eine Ladematte direkt in den Kaffeetisch ein. Der Kunde kann mittels eines kompatiblen Empfängers, der per MicroUSB beispielsweise an ein Android-Phone oder per 30-Pin-Anschluss an ein iPhone gesteckt wird, sein Handy aufladen, indem er es einfach auf der Ladematte ablegt. Duracell hat dieses Modell schon erfolgreich in Pilotmärkten in Boston und San Jose, Kalifornien, ausprobiert. In der Praxis könnte es so aussehen, dass der Empfänger für ein paar Dollar in den Starbucks-Filialen zu kaufen ist. Wann es diesen tollen Service geben wird, war dem Duracell Powermat CEO Ron Rabinowitz aber noch nicht zu entlocken. Via CNET.

Ganz schön helle: Aura – der WLAN Lichtwecker

Der Hersteller Withings kündigt mit Aura eine Lampe an, die sich mit einer Sensormatte im Bett verbindet. Diese wiederum registriert Einzelheiten wie Atemrhythmus, Herzfrequenz, Zimmertemperatur oder Geräusche, die von einer App auf dem Smartphone ausgewertet werden. Die Lampe reagiert auf das Umfeld des Nutzers mit einer entsprechenden Sound- und Lichtkulisse mittels mehrfahrbiger LED zum angenehmen Einschlafen und Aufwachen. Die Ergebnisse der Aufzeichnungen kann man im Nachhinein in einer Smartphone-App nachverfolgen. Aura soll im Frühling 2014 zu einer UVP von 299 Euro in den Handel kommen.

LaCie Fuel Drive: Schluss mit Speicherplatzmangel!

Eine super Erfindung für alle, die über chronischen Speicherplatzmangel auf ihren Smartphones oder Tablets klagen, ist der LaCie Fuel Drive. Der 1 TB große externe Speicher funktioniert plattformübergreifend mit der Seagate Media App (wenngleich in deren Werbung nur von Apple-Geräten die Rede ist). Fuel Drive fungiert auf Wunsch als WLAN-Hotspot und ermöglicht bis zu fünf Geräten in bis zu 45 Metern Entfernung gleichzeitigen Zugriff auf das Internet und Dropbox. Via Airplay lassen sich Filme und Musik streamen oder auf externe Lautsprecher übertragen. Beim Streamen von HD-Filmen ist die Kopplung mit bis zu drei WLAN-Geräten möglich. Der Desktop-PC erkennt Fuel Drive als externe Festplatte. Laut LaCie soll der Speicher in Kürze auf den Markt kommen und 199 Euro kosten.

Und noch mehr Speicher: Flash Voyager GO USB 3.0 flash drive

Eine weitere Speichererweiterungsmöglichkeit stellte Corsair vor: Gerade mal daumengroße USB-Flashlaufwerke, die über einen MicroUSB und einen USB-Stecker verfügen und somit die Übertragung von Musik, Videos oder Bildern vom PC auf das Android-Handy oder Tablet sehr vereinfachen. Voraussetzung: Das Android-Gerät muss OTG-fähig sein. Den Flash Voyager GO gibt es mit 16, 32 oder 64 Gigabyte Speichergröße. Die Sticks unterstützen USB 3.0 und USB 2.0 für High-Speed- Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 135 MB/s und sind mit Windows-PCs, Mac OS und Linux kompatibel, ohne dass weitere Software nötig wäre. Der Flash Voyager GO soll ab Januar weltweit zu haben sein. Voraussichtlicher Preis: Flash Voyager GO 16GB: 19.99 USD, Flash Voyager GO 32GB: 29.99 USD und Flash Voyager GO 64GB: 49.99 USD.

Vizio Smart Portable: Lautsprecher mit Android KitKat an Bord

Vizio wusste sich auf der CES 2014 von anderen Anbietern diverser Bluetooth Lautsprecher abzuheben und stellte Boxen mit Touchscreen vor, über den sich das integrierte Android 4.4 (KitKat)-Betriebssystem bedienen lässt. Ebenfalls verbaut sind ein Quad-Core Prozessor und WLAN 802.11 b/g/n . Was sich mit dieser Kombination alles anstellen lässt, bedarf wohl keiner weiteren Erklärung – klar ist, dass sich auf diesem Wege über Android-Apps gestreamte Songs super unterwegs abspielen lassen. Weitere Infos gibt es hier.

Parrot: MiniDrone und Jumping Sumo – die gehen Wände hoch!

Die wohl witzigsten Gadgets stellte Parrot, Erfinder der AR.Drone 2.0, mit seiner MiniDrone und Jumping Sumo vor. Die beiden Spaßmacher lassen sich über das Smartphone oder Tablet via Bluetooth (Drone), beziehungsweise WLAN (Sumo) steuern und bringen so richtig Leben in die Bude. Die MiniDrone verfügt nicht nur über Flugeigenschaften, sondern auch über zwei überdimensionale Räder, die sie Fußboden, Wände und Decken passieren lassen, während Jumping Sumo sowohl rollen als auch springen kann. Eingebaute Kameras übertragen ihr Bild auf das Display das Smartphones oder Tablets und erleichtern so die Steuerung. Über die Preise für diese Gadget hat Parrot noch nichts verraten – sie sollen allerdings noch 2014 auf den Markt kommen.

Sphero 2B: Aus rund wird zylindrisch

Abschließend wird auch noch Orbotix neue Sphero-Version 2B vorgestellt. Diese soll nicht nur etwas günstiger sein als der runde Sphero 2.0, sondern kommt zylindrisch und mit Rädern an den Seiten daher, deren Reifen und Radkappen sich ja nach Untergrund austauschen lassen. Gesteuert wird der rollende Robo ebenso wie sein Vorgänger via Bluetooth-Verbindung über eine Smartphone-App. Für multiplayer Games mit mehreren Spheros gibt es sogar einen eingebauten Infrarot Sensor. Durch Software Development Kits wird Nutzern ermöglicht, ihren Sphero 2B selbst zu programmieren. Der Preis des neuen Sphero liegt bei 100 US Dollar, verfügbar soll er ab Herbst in den Farben Schwarz oder Weiß sein.

Welches Gadget überzeugt am meisten?