Direkter Datenaustausch zwischen zwei Smartphones ist kein Hexenwerk mehr. Dennoch braucht es dazu zusätzliche Software, insbesondere wenn Daten obendrein plattformübergreifend ausgetauscht werden sollen. Bump ist eine Android-App, die durch einfaches Zusammenstoßen zweier Geräte eine Verbindung zwischen ihnen aufbaut und Daten verschickt.
Installation
So praktisch und einfach das Bump-Prinzip klingt, benötigt die App jedoch umfangreichen Zugriff auf das System des Telefons. So muss der Nutzer bei der App-Installation eine umfangreiche Liste an Berechtigungen bestätigen. Zudem fragt Bump bei der Aktivierung Namen und Telefonnummer des Users ab.
Standort
-
Ungefährer (netzwerkbasierter) Standort
- genauer (GPS-)Standort
Netzwerkkommunikation
- Uneingeschränkter Internetzugriff
Persönliche Daten
- Kontaktdaten lesen
- Kontaktdaten schreiben
- Vertrauliche Protokolldaten lesen
Telefonanrufe
- Telefonstatus lesen und identifizieren
Speicher
- Inhalt des USB-Speichers und der SD-Karte ändern/löschen
System-Tools
- Standby-Modus deaktivieren
Funktionsumfang
Damit Bump funktioniert, muss die Anwendung auf beiden Geräten installiert sein. Optional können alternative Telefonnummern, die E-Mail-Adresse und ein Profilfoto in das Profil mit eingefügt werden. Danach reicht ein leichtes Zusammenstoßen der Geräte zur Herstellung der Verbindung. Es sollten sich plattformübergreifend alle Geräte verbinden lassen, auf denen eine Version von Bump installiert ist. Eine Garantie dafür kann jedoch nicht gegeben werden. Im Test klappte der Datenaustausch zwischen HTC Desire, HTC Sensation und einem iPhone einwandfrei.
Fotos, Kontakte oder Apps, die auf ein anderes Gerät übertragen werden sollen, können auf dem Homescreen ausgewählt und an das verbundene Smartphone verschickt werden. Mit jedem bei Bump hinzugefügten Kontakt können nach der erstmaligen Verbindung im Bump-Chat Nachrichten ausgetauscht sowie der aktuelle Standort mit Kartenausschnitt mitgeteilt werden. Der Chat findet sich über die Sprechblasen-Symbole in der Kopfzeile.
Bedienbarkeit
Die Bedienung von Bump ist so einfach, wie es bei einer gestengesteuerten App nur vorstellbar ist. Nach der Einrichtung des Profils aktiviert die Bump-Geste die Verbindung und der Datenaustausch kann starten. Viel intuitiver geht nicht. Auch die Auswahlfenster für die zu versendenden Dateien sind übersichtlich gestaltet. Es können auch mehrere Dateien gleichzeitig ausgewählt und versendet werden.
Hier das offizielle Bump-Video:
Fazit
Bump ist eine prima App, die leicht zu bedienen ist und zuverlässig tut, was sie soll. Um mal eben Kontaktdaten, Apps oder Fotos auszutauschen, gibt es kaum einen einfacheren Weg.
Schade ist allerdings, dass die Android-Version der App der für das iPhone in der Entwicklung noch deutlich hinterherhinkt. So kann die Android App weder Musik, Videodateien oder Kalenderinformationen versenden und empfangen. Die Bump-Entwickler versprechen zwar auf ihrer Homepage, dass die Lücke bald geschlossen werden soll, bislang lässt eine Lösung aber noch auf sich warten. Solange können Android-Konkurrenten wie beispielsweise Hoccer Bump gegenüber mit einem deutlichen Wettbewerbsvorteil punkten.
Als Testgerät kam ein HTC Desire zum Einsatz. Bump ist kostenlos im Android Market erhältlich.