Über Sinn und Unsinn von Task Managern lässt sich trefflich streiten. Auch über Apps, die beim Booten den automatischen Start von Anwendungen unterdrücken, scheiden sich die Geister. Wer den Start einer systemrelevanten App unterdrückt, destabilisiert unter Umständen das gesamte System. Es gibt aber durchaus Anwendungen, bei denen sich das Procedere lohnt, um zusätzliche Ressourcen des Smartphones freizuschaufeln.
Installation
Der Autorun Manager verlangt bei der Installation folgende Berechtigungen:
Netzwerkkommunikation:
- Uneingeschränkter Internetzugriff
- Netzwerkstatus anzeigen
Ihre persönlichen Daten
- Vertrauliche Protokolldaten lesen
Telefonanrufe
- Telefonstatus lesen und identifizieren
System-Tools
- Aktive Anwendungen abrufen
- Automatisch nach dem Booten starten
- Hintergrundprozesse beenden
Funktionsumfang
Die App ist in die Bereiche “Einfacher Modus” und “Erweiterter Modus” unterteilt. Ersterer listet die Anwendungen auf, die nach dem Booten gestartet werden. Über das Einstellungsmenü kann man sich zusätzlich alle systemrelevanten Apps anzeigen lassen, die dann rot unterlegt sind. Auf sie hat man jedoch im einfachen Modus keinen Zugriff. Mit einem Fingertipp deaktiviert man den Autostart einer App, so dass sie nach dem Booten nicht mehr initiiert wird.
Will sich eine App automatisch neu starten, kann diese Prozedur ebenfalls blockiert werden. Dieses Feature lässt sich jedoch nur durch eine Spende freischalten. Wer sich bei einer Anwendung nicht sicher ist, sieht aber am besten von einer Deaktivierung ab oder blendet die Anzeige der Systemapps im Einstellungsmenü aus.
Der zweite und interessantere Bereich ist der erweiterte Modus, für dessen Anwendung allerdings ein gerootetes Gerät Voraussetzung ist. Er listet ebenfalls alle Programme auf, genau wie im einfachen Modus – mit einem elementaren Unterschied: Zusätzlich kann der User die Funktionalität systemrelevanter Apps beeinflussen und zudem alle in der jeweiligen App integrierten „Receiver“ bzw.“ Intents“ angezeigt.
Die sogenannten Intents geben an, wie die Anwendung in konkreten Situationen reagieren soll. Beispiel: Benachrichtigungen der vorinstallierten Aktien-App. Diese Intents können einzeln deaktiviert werden. Autorun Manager bewerkstelligt das, indem das „Feedback“ an die App mit dem entsprechenden Befehl unterbunden wird. Doch Vorsicht: Ein falscher Befehl beim falschen Programm kann die Stabilität des Systems negativ beeinflussen.
Bedienbarkeit
Die Anwendung ist insgesamt sehr übersichtlich ausgefallen. Das gilt sowohl für die Navigation, die über zwei Reiter erfolgt, als auch für die Anzeige systemrelevanter Apps, die farbig hervorgehoben angezeigt werden. Damit nicht versehentlich Schindluder getrieben wird, ist die Anzeige der System-Apps von Haus aus deaktiviert und muss aktiv freigeschaltet werden.
Obwohl man relativ tief ins System eingreift, kommt man mit wenigen Klicks ans Ziel, was für die Benutzerfreundlichkeit des Autorun Managers spricht. Die App lief im Test sehr flott und ohne Abstürze. Am wichtigsten jedoch: Sie erledigte alle geforderten Tasks sehr zuverlässig.
Fazit
Autorun Manager bietet eine hervorragende Möglichkeit zum Sparen von Systemressourcen und damit zur Beschleunigung des Telefons. Die App überzeugt mit Effektivität und Benutzerfreundlichkeit. Anfänger sollten jedoch Vorsicht walten lassen, falsche Entscheidungen können mitunter zu erheblichen Problemen mit der Systemstabilität führen.
Um Unklarheiten zu beseitigen, empfiehlt es sich lieber etwas mehr zu recherchieren, da die Vielfalt der Materie in einer Review nur angerissen werden kann. Der Support des Entwicklers ist hier ebenfalls lobend zu erwähnen, weil er auf User-Anfragen sehr prompt reagiert.
Als Testgerät kam ein HTC Desire zum Einsatz. Autorun Manager ist kostenlos und kann im Android Market heruntergeladen werden.