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Aus Google wird Alphabet – Aufsplittung der Geschäftsfelder

Es ist ein Vorgang, der im Web seinesgleichen sucht. Google als Konzern wird abgeschafft – und ersetzt durch eine neue Dachgesellschaft, die Alphabet heißt.

Am Montagabend verkündete Google-Mitbegründer Larry Page in einem Schreiben an die Aktionäre, dass der bisherige Google-Konzern in einer Holding aufgeht, die Alphabet heißen soll. Die Ansammlung an Buchstaben soll Anspielung auf das mittlerweile weit verzweigte Google-Konglomerat sein. Neben dem Kerngeschäft – nach wie vor die Suchmaschine Google und die ihr angeschlossene Anzeigenabteilung – gehören YouTube, der Gadgethersteller Nest Labs, Google Fiber, mehrere Investment-Firmen, eine Gesundheitssparte und auch Google X, unter deren Label selbstfahrende Autos produziert werden sollen.

Schlanke Strukturen, reduziertes Risiko

Durch den Konzernumbau erhofft sich Google mehrerlei. Zum einen die Auslagerung von (finanziellen) Risiken, die mit jeder Innovation und der Erschließung neuer Geschäftsfelder einhergehen – möglicherweise geht es auch darum, Investoren eine neue Transparenz zu schaffen. Diese Felder sollen jeweils einem eigenen Management unterstehen, um flexibler auf Veränderungen reagieren zu können. Den Gesamtvorstand von Alphabet werden die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin leiten – geführt wird die Suchmaschine Google (samt YouTube, Maps und Gmail) künftig vom Senkrechtstarter Sundar Pichai.

So begann alles… (Bild: Google)

Auch den Quartalsberichten könnte die Aufsplittung der Geschäftsfelder zuträglich sein – so sollen die Umsätze, Gewinne und Verluste von Google und Alphabet ab dem vierten Quartal einzeln ausgewiesen werden. Was die Trennung der Geschäftsbereiche indes für die Mitarbeiter bedeutet, ist nicht abzusehen. Auch die Zukunft Androids ist nicht klar definiert – bislang war das mobile Betriebssystem eng verzahnt mit dem Kerngeschäft. Wie sich ambitionierte Projekte á la Android One in einem separaten Geschäftsfeld halten und bewähren sollen, wurde in erster Euphorie der Umstrukturierung nicht benannt. Infos dürften aber zum Zeitpunkt der IFA bekannt werden.

Inspiriert waren Larry Page und Sergey Brin im Übrigen von Warren Buffett, der seit jeher seine vielen verschiedenen Geschäftszweige unter dem Dach von Berkshire Hathaway.

(via)