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Veröffentlicht am Android-Apps · Kostenlose Apps 3 Min. Lesezeit

aSpotCat (app by permission) – App-Machete im Berechtigungs-Dschungel

Wer weiß schon, was die Apps auf dem Smartphone im Hintergrund so treiben? Da loggt sich die eine klammheimlich alle paar Minuten ins Handynetz ein und saugt den Akku leer, während die andere durch Nutzung von SMS-Services die Mobilfunkrechnung explodieren lässt. Die Android-App aSpotCat möchte Licht ins Dunkel der App-Berechtigungen bringen.

Konfiguration

Die Anwendung verlangt Zugriff auf:

Netzwerkkommunikation: Uneingeschränkter Internetzugriff

Funktionsumfang

Zweck der App ist es, die Zugriffsberechtigungen der installierten Apps auf ihre Bedenklichkeit hin abzuklopfen. Die Startseite der Android-App gewährt drei verschiedene Optionen, Einblicke in den Zugriffs-Dschungel zu gewinnen. Die erste Ansichtsoption ist in Genehmigungskategorien unterteilt, eine weitere öffnet Lesezeichen und eine dritte eine Aufstellung aller installierten Apps.

Zu den Genehmigungskategorien gehören:

  • Anrufe: Überwachen, Aufzeichnen und Verarbeiten von Anrufen
  • Google Voice: Zugriff auf den Google Voice-Account
  • Hardware-Steuerelemente: Direkter Zugriff auf Hardware über Headset
  • Ihre Konten: Zugriff auf verfügbare Konten
  • Ihre Nachrichten: Lesen und schreiben SMS, E-Mails und andere Nachrichten
  • Ihre persönlichen Informationen: Direkter Zugriff auf Kontakte und Kalender
  • Kostenpflichtige Dienste: Den physischen Standort überwachen
  • Netzwerkkommunikation: Ermöglicht Anwendungen den Zugriff auf verschiedene Netzwerkfunktionen
  • Speicher: Zugriff auf SD-Karte
  • System-Tools: Zugriff und Steuerung des Systems auf niedriger Ebene
  • Genehmigungen ohne Kategorie
  • Unbekannte Genehmigungen
  • Ohne erteilte Genehmigungen

Durch einen Klick auf die jeweilige Kategorie oder einen Expand-All-Button am oberen Bildschirmrand werden alle Apps angezeigt, denen entsprechende Berechtigungen erteilt wurden. Jede Genehmigungskategorie verfügt über einen Detail-Button. Dieser dröselt die entsprechenden Kategorien noch weiter auf. Zum Beispiel ist die Kategorie Netzwerkkommunikation in folgende Unterpunkte unterteilt:

  • Bluetooth-Verbindungen herstellen
  • uneingeschränkter Internetzugriff
  • Daten vom Internet erhalten
  • Netzwerkstatus anzeigen
  • Rechnungsservice vom Market
  • WiMAX-Status anzeigen
  • WLAN-Status anzeigen
  • Überprüfung der Android Market-Lizenz
  • Takt an Google Talk-Server senden

Alle Unterkategorien sind mit ausführlichen deutschsprachigen Erläuterungen versehen, die zum Beispiel über das Gefährdungspotenzial der erteilten Zugriffs-Erlaubnis Auskunft geben. Auch hier öffnet ein Klick auf die entsprechende Unterkategorie eine Liste entsprechender Apps. In den Unterkategorien lassen sich Lesezeichen setzen, die man über die Lesezeichen-Ansicht auf dem Startdisplay schnell wieder aufrufen kann.

Über die dritte Ansichtsoption kann das Feld sozusagen von hinten aufgerollt werden: Sie zeigt alle installierten Apps an. Ein Klick auf die gewünschte App öffnet eine Liste der jeweils erteilten Genehmigungen. Ein langer Fingertipp auf einen Listeneintrag öffnet sich ein Menü, über das sich eine App öffnen, im Android Market betrachten, Deinstallieren oder mit Freunden teilen lässt.

Bedienbarkeit

Trotz ihres beachtlichen Funktionsumfanges ist die App sehr übersichtlich gestaltet und gut bedienbar. Besonders die Lesezeichenfunktion und die Möglichkeit, Apps direkt aus der Anwendung heraus zu verwalten, erweisen sich im Test als praktisch. Die komfortablen Detailbeschreibungen in den Unterkategorien machen die App auch für weniger erfahrene Anwender verständlich.

Ein wenig verwirrend ist, dass Kategorienbezeichnungen und Erläuterungen zum Teil nicht durchgängig deutschsprachig sind. Das hat hie und da ein gewisses Sprachkuddelmuddel zur Folge. Beispielsweise sind sämtliche Startseiteneinträge englischsprachig, die Kategorien deutsch- und englischsprachig und die Beschreibungen wiederum deutschsprachig – hier besteht Nachbesserungsbedarf.

Fazit

Bei einem Blick in die Tiefen des Android-Handys können einem angesichts der im Hintergrund laufenden App-Aktivitäten schon mal die Haare zu Berge stehen, denn die wenigsten werden bei der Installation einer Anwendung das ganze Kleingedruckte lesen. ASpotCat gibt nicht nur einen sehr guten Einblick in meist unbemerkt erteilte Berechtigungen, sondern ermöglicht es dem Nutzer, allzu neugierige Apps zu identifizieren und gegebenenfalls zu löschen.

Bei einer Nachbesserung bezüglich der bislang etwas verworrenen deutsch-englischen Menüführung bekäme diese nützliche App auf jeden Fall die volle Punktzahl.

Als Testgerät kam ein ZTE Blade (Android 2.3.4) zum Einsatz. „aSpotCat“ ist kostenlos im Android Market erhältlich.