Es ist mittlerweile der siebte Teil der Rennspiel-Reihe, immerhin der dritte, der auch auf Android veröffentlicht wird. Der äußerst beliebte Arcade-Racer überrascht im neuesten Teil wenig und legt die Messlatte für die Konkurrenz trotzdem wieder ein Stück höher. Es heißt: Mehr Fahrzeuge, mehr Strecken, mehr Action. Realismus? Fehlanzeige! Und das ist gut so.
Gameplay
Einsteigen, Gas geben, siegen. Dieses Motto gilt für alle drei Spiel-Modi. Karriere, Schnellspiel und Multiplayer stehen für waghalsige Fahrmanöver und brutale Vernichtungsrennen zur Verfügung. Der Karriere-Modus wird für viele das Herzstück des Games sein.
In zahlreichen Cups fährt man weit mehr als 100 Rennen, um vor allem eins zu sammeln: Sterne. Mit diesen Sternen werden neue Fahrzeuge, weitere Strecken und Fahrzeugupgrades freigeschaltet. Während man die ersten vier Pokale durch das Tippen auf „Weiter“ sehr einfach gewinnen kann, muss man ab dem fünften Pokal ein wenig taktieren und investieren, will man in den Rennen eine 3-Sterne-Wertung holen.
Gerast wird über 15 wirklich hübsche Strecken auf der ganzen Welt. Jede Stadt ist durch den geschickten Einsatz ihrer Wahrzeichen sofort erkennbar. Die Strecken sind aber nicht einfach langweilige Rundkurse in abgesperrten Städten. Vielmehr bieten sie verschiedene Abkürzungen, nervenden Gegenverkehr (bei Tempo 430 im Ferrari ist jeder Gegenverkehr nervig) und jede Menge Sehenswürdigkeiten.
Die Rennen unterscheiden sich. Mal geht es gegen die Uhr, dann darf man sein Auto nicht beschädigen oder man muss eine bestimmte Anzahl an Gegnern crashen. Das bringt Abwechslung ohne zu frustrieren. Der Schwierigkeitsgrad ist angenehm niedrig und sollte auch Anfänger vor nicht allzu große Probleme stellen. Zusätzlich zu den Rennen gibt es auch Ziele, die man erledigen kann. Diese werden ebenfalls mit Sternen belohnt. Lange Drifts, eine bestimmte Zeit im Adrenalin-Modus verbringen oder bestimmte Rennen abschließen: Hier ist die Abwechslung ebenfalls groß.
Ruhm und Scheine
Im Karriere-Modus geht es vor allem um Ruhm und Scheine. Der Ruhm sorgt für den Level-Aufstieg. Ihn erhält man durch Siege oder spektakuläre Aktionen auf der Rennstrecke. Gesammeltes Geld kann man in Fahrzeuge, Upgrades und Mietwagen stecken. Obwohl sowohl Sterne, als auch Geld per In-App-Kauf angeboten werden, ist ein Vorankommen ohne Zusatzkäufe ohne Probleme möglich.
Im Mehrspieler-Modus kann man lokal gegen andere Spieler antreten – oder man traut sich, es mit der ganzen Welt aufzunehmen. Im Test war die Verbindung zu den Spieleservern stabil und auch die Rennen liefen fair ab. In diesem Modus hat man eine Vielzahl von Möglichkeiten, ein Rennen nach Wunsch zu konfigurieren, oder man stößt einfach bei irgendeinem Rennen hinzu.
Schnellspiel-Modus
Der Schnellspiel-Modus bietet drei Einstellräder, die Rennart, Strecke und Fahrzeugklasse festlegen. Für eine schnelle Runde zwischendurch sicher ein geeigneter Modus, für Vielspieler wohl eher eine Notlösung. Karriere- und Mehrspieler-Modus sind einfach besser als das Schnellspiel.
Bedienbarkeit, Grafik und Sound
Die Steuerung ist je nach Einstellung sehr präzise. Selbst das Lenken über die Neigungssensoren funktioniert überraschend gut, ist jedoch in schnelleren Rennen kaum eine Alternative zur Touch-Steuerung. Je nach Geschmack kann man aus verschiedenen Einstellungen auswählen, Sensoren, Mini-Lenkrad, Touch, da hat wohl jeder seine eigenen Vorlieben.
Grafisch ist Asphalt 7: Heat rundum gelungen, eine erneute Steigerung im Vergleich zu den Vorgängern. Manchmal ist es auf den bunten Strecken schwierig, den Gegenverkehr von Einsammel-Gegenständen zu unterscheiden. Oftmals möchte man sich aber auch mehr auf die sehr schöne Umgebung konzentrieren als auf die Strecke an sich. Die Grafik kommt dabei keineswegs als Einheitsbrei daher, jede Strecke ist aufs Neue ein Leckerbissen.
Der Sound ist so, wie er in einem Arcade-Racer sein sollte. Eine schrille Frauenstimme feuert an, warnt vor Gegnern, die einem im Nacken sitzen und gibt das Startsignal. Kernige Beats begleiten das Rennen, Motorengeräusche, quietschende Reifen von den endlosen Drifts und satte Crashs sorgen für die Komplettierung der akustischen Untermalung.
Fazit
Asphalt 7: Heat ist zweifellos das beste Rennspiel, das momentan auf Android verfügbar ist. Am erfreulichsten ist jedoch, das Gameloft zwar In-App-Käufe anbietet (die auch ein schnelleres Vorankommen ermöglichen), das Spiel jedoch auch ohne Käufe wirklich spielbar ist. Grafik und Renn-Action sind ganz weit vorne, wer Rennspiele auch nur ansatzweise mag, kommt an Asphalt 7: Heat nicht vorbei. Viele Autos, viele Strecken, viele verschiedene Rennen, so macht ein Arcade-Racer einfach nur Spaß!
Asphalt 7: Heat kann für 0,79 Euro im Google Play Store geladen werden Als Testgerät kam ein Samsung Galaxy Nexus zum Einsatz.
| Asphalt 7: Heat verlangt bei der Installation Zugriff auf: | |
| Netzkommunikation | uneingeschränkter Internetzugriff |
| Telefonanrufe | Telefonstatus lesen und identifizeiren |
| Speicher | Inhalt des USB-Speichers und der SD-Karte ändern/löschen |
| Hardware-Steuerelemente | Vibrationsalarm steuern |
| Netzkommunikation | Netzwerkstatus anzeigen, WLAN Status anzeigen, Market Lizenz prüfen |
| Standard | Rechnungsdienst von Market |

