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Veröffentlicht am Allgemein · News 2 Min. Lesezeit

Apple: Vermeintlicher iPhone-Erfinder will 21 Milliarden US-Dollar

Apple und Rechtsstreitigkeiten? Alltag. Kurios wird es, wenn ein Erfinder den Konzern auf mehre Milliarden an Schadensersatz verklagt. Mit einem Patent von 1992.

Apples neuester Rivale auf dem Court heißt Thomas S. Ross. Der bislang nicht öffentlichkeitswirksam in Erscheinung getretene Erfinder reichte vor einigen Tagen Klage gegen Apple ein. Der Grund: In einem Patent aus dem Jahre 1992 beschreibt er ein gerät, das in etwa so funktioniert wie heute das Apple iPhone – wobei er in der damaligen Zeit wohl kaum vom exzessiven Gebrauch eines weltumspannenden Datennetzes oder dem kompakten Design des elektronischen Innenlebens geträumt haben dürfte. Auf eben jenes 24 Jahre alte Patent beruft sich Ross und möchte von Apple 21 Milliarden US-Dollar Schadensersatz.

Eine tumbe Fälschung? Das iPhone revolutionierte die Branche. Thomas S. Ross meldet nun aber die Urheberschaft an dem bahnbrechenden Gerät an. (Foto: pexels.com)

Eine tumbe Fälschung? Das iPhone revolutionierte die Branche. Thomas S. Ross meldet nun aber die Urheberschaft an dem bahnbrechenden Gerät an. (Foto: pexels.com)

Das könnte heikel werden. Denn obwohl der Patentantrag anno 1922 genehmigt wurde, wurde Ross‘ iPhone-Vorläufer nur drei Jahre später aus den Registern des Patentamtes gelöscht. Der profane Grund: Er bezahlte die fälligen Patentgebühren nicht. Um aber seine Vorreiterrolle als Erfinder zu unterstreichen, veröffentliche Thomas S. Ross die damals eingereichten Skizzen. Sie zeigen mitnichten ein Telefon, welches äußerlich dem iPhone gleicht, sondern vielmehr als Vorläufer der Nokia Communicator-Reihe gesehen werden könnte.

Ein iPhone zum Klappen?

Das von Ross erdachte Gerät verfügt über einen Klappmechanismus, einen Bildschirm zum Lesen und ein Display zum Schreiben – vermeintlich sollen beide Displays mit Touchfunktionen ausgestattet sein; ein Hinweis auf dieses Feature fehlt in der Patentzeichnung, lediglich in der Klageschrift weist er darauf hin. Auf dem Ross-Telefon läuft außerdem kein Android oder iOS (logisch), sondern MS-Dos, das mit 3,5 Zoll Disketten gefüttert werden kann. Damit dem Gerät nicht der Strom ausgeht, erdachte Ross andockbare Akkus.

Original? Thomas S. Ross' Telefon wirkt eher wie ein Vorläufer des Nokia Communicator. Einer Verwandtschaft zum iPhone erfordert viel Fantasie... (Bild: Thomas S. Ross)

Original? Thomas S. Ross‘ Telefon wirkt eher wie ein Vorläufer des Nokia Communicator. Einer Verwandtschaft zum iPhone erfordert viel Fantasie… (Bild: Thomas S. Ross)

Wie ihr seht, ist Ross‘ Telefon mitnichten ein iPhone-Vorläufer, wenngleich einige Funktionen in späteren iPhones auftauchten. Ob sich der Streit ewig in die Länge zieht? Wohl eher nicht… Aufmerksamkeit ist dem Erfinder zumindest sicher.

(via, Aufmacher via pexels.com)