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Apple bald mit weiteren Apps für Android?

Bleibt Apple künftig keine andere Wahl, als sich etwas für Android zu öffnen? Vielleicht, wie Apfel-Boss Tim Cook kürzlich andeutete. Und es gibt wohl Verbesserungen für Apple Music.

Apple Music ist die erste App, die Apple für ein konkurrierendes, mobiles Betriebssystem veröffentlichte, schließlich kann und will man den eigenen Musikdienst nicht einem Millionenpublikum vorenthalten, was man sich bei den Konkurrenten Spotify, Google Play Music oder Deezer wohl auch wirklich nicht leisten kann. Und offenbar ist man sogar bemüht, die App weiter zu entwickeln: Version 0.9.5 soll die Möglichkeit bieten, Sammlungen offline zu höhen, indem man Musik auf die Speicherkarten speichert. ZDNet bezeichnet dies sogar als Kontrollverlust, den Apple hier in Kauf nimmt – ungewöhnlich für den Riesen aus Cupertino. Doch auch hier sind die Mitbewerber noch eine ganze Ecke voraus, Apple Music unterstützt aktuell noch nicht einmal Chomecast und hat mit technischen Problemen zu kämpfen. Es bleibt zu hoffen, dass die Anwendung künftig den „Test“-Status verlässt.

Apple Music für Android.

Apple Music für Android.

Und vermutlich wird Apple perspektivisch nichts anderes übrig bleiben, als nicht nur den eigenen Mikrokosmos zu sehen. Bei einem Gespräch mit Mitarbeitern redete Tim Cook unter anderem über weitere Umsetzungen eigener Services für Android – und da gäbe es noch einiges, was man für das Google-OS gebrauchen könnte. Der große Bereich iCloud zum Beispiel. Generell dürfte das Potential sehr groß sein, auch um mit iMessage einen ernsthaften Messenger-Konkurrenten für Whatsapp oder Facebook Messenger am Start zu haben. Bisher bleibt dieser ja eh nur Apple-Nutzern vorbehalten.

Ein anderer Punkt könnte für Apple der asiatische Raum sein. Es fällt schwer, in Indien oder China Fuß zu fassen – aufgrund der Tatsache, dass die eigenen Produkte dort zu teuer sind. Mit günstigen iPhones oder zumindest Android-Apps könnte man hier die Reichweite steigern – so wie es Microsoft in vielerlei Hinsicht versucht (Office für Android und iOS, Swiftkey wurde gekauft etc.).

Letztlich muss Apple freilich nichts ändern. Als Android-Nutzer kommt man sehr gut ohne die Dienste des Konzerns aus. Die Frage ist nur: Wird es anders herum auch in einigen Jahren eine gute Idee sein, sich gegen alternative Plattformen zu wehren?