Nachdem schon die Angry Birds mit dem legendären Star Wars-Universum kollidierten, ist jetzt das populäre Tiny Tower an der Reihe. In Star Wars: Tiny Death Star gilt es, einen Todesstern auf lustige Art und Weise aufzubauen. Puh, was für ein harter Job.
Ähnlich wie bei den LEGO-Spielen von TT Games punktet Star Wars: Tiny Death Star von Anfang an mit einem herrlichen Humor. Darth Vader überlegt, seinen Lebenslauf zu überarbeiten und sich für einen richtigen Job zu bewerben. Wie sonst soll er für den Imperator den Todesstern finanzieren? Die Lösung? Man verwandelt die ultimative Waffe in eine Art Wohnanlage mit Wohnungen, Einzelhandel, Erholung und Restaurants. Denn die sogenannten Bitizen spülen wichtigen Mammon in die Kassen, mit denen man die eigentlich wahren, gemeinen, hinterhältigen Pläne realisieren kann. Und wenn die Bewohner schon einmal auf dem Todesstern sind, können/müssen sie auch gleich arbeiten….
Konzeptionell erinnert Star Wars: Tiny Death Star nicht zufällig an Tiny Tower. Der Todesstern ist in mehrere Ebenen aufgeteilt, auf jeder findet man bestimmte Einrichtungen. Auf der einen wohnen die schrulligen Star Wars-Charaktere, auf anderen schuften sie. Geld nimmt man unter anderem ein, wenn Gäste des Todessterns ins Café gehen oder in Geschäften auf Shoppingtour gehen. Unter anderem mit den Münzen wiederum erweitert man fortlaufend den Todesstern, was das Spielerlebnis deutlich komplexer macht.
Nach und nach ist es nämlich möglich, bis zu 80 Ebenen zu bauen. Das Managen wird allerdings aus mehreren Gründen aufwändig. Zum einen wollen die Bitizen mit dem Fahrstuhl zu gewünschten Orten gebracht werden, zum anderen muss man Jobs verteilen, Läden am Laufen halten, optionale Missionen vom Imperator ausführen und vielleicht, wenn man wirklich mag, noch lustige Star Wars-Szenen sowie Figuren freischalten. Das ist allerdings nicht das eigentliche Spielziel. Vielmehr besteht die Herausforderung darin, fortlaufend zu expandieren und vielleicht manchmal auch ein paar Rebellen wie Luke Skywalker oder Leila zu fangen.
Das angedeutete Fahren des Fahrstuhls ist zugegeben schon recht schnell dezent öde, aber dringend nötig, um Geld einzunehmen und Personen zu gewünschten Punkten im Todesstern zu bringen. Aber alles halb so wild, durch die lustige Präsentation und den absichtlich pixeligen Retro-Charme kommt immer wieder Freude auf. Und wirklich nervig ist Star Wars: Tiny Death Star nicht. Das gilt übrigens auch für die In-App-Käufe. Man wird zu keiner Zeit dazu gezwungen, unbedingt Vorteile zu erwerben. Wer Geduld und Motivation aufbringt, wird die gleichen Ergebnisse erzielen können. Löblich: Die Entwickler reiben einem nicht pausenlos unter die Nase, dass es sich lohnt, Vorteile für echte Euro zu erwerben.

Aber wer einmal süchtig von dem Game geworden ist, wird vielleicht schon wissen wollen, was die wichtigen Monenten (so heißt die virtuelle Währung neben den Münzen, die für größere Investitionen nötig sind) kosten. Für 2000 Moneten werden 74,01 Euro fällig – echt happig, auch wenn man damit sehr viele Vorteile bekommt. Einige kostenlose Monenten staubt man ab, wenn man andere Apps herunterlädt oder Prepaid-Karten erwirbt. Das muss letztlich jeder selbst wissen, was einem das Spiel wert ist. Aber wie gesagt: Das ist alles keine Pflicht, hier bleibt der Titel fair.
Star Wars: Tiny Death Star ist echt ein zuckersüßer Spaß für Star Wars- und Tiny Tower-Anhänger. Die Android-Fassung gefällt gut, läuft flüssig und ist intuitiv zu bedienen – gerade auf einem Tablet. Manchmal vertippt man sich, aber dies ist aufgrund des Management-Konzeptes kein Problem. Und da Star Wars: Tiny Death Star nichts kostet, kann der Titel nur empfohlen werden.
Star Wars: Tiny Death Star kann man sich bei Google Play downloaden.