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Android Wear: Smartwatches verstoßen gegen Urheberrecht

Android Wear ist der letzte Schrei: Fitnessbändchen und Smartwatches sollen die abgeflaute Nachfrage nach mobilen Begleitern erneut ankurbeln. Doch gerade die Smartwatches könnten noch zum Problem für Google werden…

Konkret geht es nicht unbedingt um das Hardware-Design der Smartwatches. Wie sollten die auch anders aufgebaut sein, als einen (Touch-)Screen auf ein schlankes Gehäuse zu packen und ein Armband zu integrieren? Bis dahin ist das Aussehen recht generisch – und ob nun das Display rund oder kantig ist, spielt auch keine Rolle. Da Smartwatches jedoch die Möglichkeit bieten, ihre über das Display angezeigten Designs zu individualisieren, sehen sich Uhrenhersteller mit neuen Problemen konfrontiert: Viele der frei erhältlichen Designs verstoßen gegen Markenrechte – Ziffernblätter von Hublot, Fossil, Omega, Swatch oder Rolex sind genau wie Filme, Texte, Musik und andere geistige Werke urheberrechtlich geschützt.

FaceRepo - Designs, die nicht gegen Urheberrecht verstoßen? Das Bild sagt anderes... (Bild: N-droid.de)

FaceRepo – Designs, die nicht gegen Urheberrecht verstoßen? Das Bild sagt anderes… (Bild: N-droid.de)

Websites, die jene Watchfaces zum Download anbieten, würden derzeit häufiger Unterlassungserklärungen zugestellt. So berichtet es die Seite TorrentFreak und verweist auf die größte Watchfaces-Seite FaceRepo, die sich kooperativ zeigt. So sollen beanstandete Designs umgehend aus dem Portfolio entfernt, die Designer kontaktiert und bei wiederholtem Verstoß gegen das Urheberrecht auch gelöscht worden sein. Zudem versichern die Betreiber, dass ein Algorithmus die Einträge nach Markennamen durchforsten würde.

Vor dem gleichen Problem könnte demnächst auch Google stehen – im Play Store ist die Auswahl an Watchfaces noch gering, sie dürfte aber mit steigender Verbreitung rasant steigen. Und im gleichen Maße auch die Gefahr, urheberrechtlich bedenkliches Material anzubieten. Google selbst dürfte wissen, wie teuer ein Streit um solche Designs sein kann. Konkurrent Apple hatte vor einigen Jahren eine bekannte Schweizer Bahnhofsuhr ohne Lizenzierung als Zeitzeiger auf iOS 6 verwendet und durfte an das Unternehmen Mondaine Anno 2012 eine hohe Millionenabfindung zahlen.

(via TorrentFreak)