Ungeduld ist ein schlechter Ratgeber: Google-Engineer Dan Morril hat Googles Update-Praxis bei Nexus-Modellen genauer erläutert.
Nicht nur Google+ ist bei Google-Mitarbeitern als Kommunikationskanal beliebt. Dan Morril, seines Zeichenes Engineer in Diensten des Internetriesen, bedient sich gerne der Reddit-Plattform, um erhellende Informationen unter das nach offiziellen Informationen dürstende Android-Volk zu bringen.
So geschehen auch Mittwochabend, als Morril sich in die Diskussion um das Android 4.4 (KitKat)-Update für das LG Nexus 4 einschaltete. Seine Informationen heben die Welt nicht aus den Angeln, sind aber wissenswert.
In seinem Posting erläuterte er, warum es bis zu zwei Wochen dauern kann, bis alle Nutzer eine neue Firmware erhalten haben. Updates werden bekanntlich in Phasen ausgerollt. Google liefert dabei zunächst innerhalb von 48 Stunden an 1 Prozent der Nutzer aus und wartet ab, ob es Probleme gibt. Anschließend werden die restlichen 99 Prozent der Nutzer beliefert. In der Regel im Rahmen von ein bis zwei Wochen folgen zunächst weitere 25 Prozent, dann 50 Prozent und am Ende der fehlende Rest.
Wer bestimmt nun, wer die Firmware zuerst erhält? Morril schreibt ausdrücklich, dass hier nach dem Zufallsprinzip vorgegangen wird. Er betont außerdem: “Bekommt es [das Nexus-Modell - Anm. d. Verf.] nicht zufällig ein Angebot zum Update, bekommt es per se keines bis zur Auslieferung der nächsten Marge.” Und: Das wiederholte Drücken auf den Check-Button in den Einstellungen des Geräts bringt nichts bzw. erst dann etwas, wenn die nächste Welle von Google gestartet wurde.
In einem anderen Thread warnt er außerdem davor, die Daten des Google Service Framework zu löschen, um damit ein Update schneller zu erhalten. Morril weist auf missliebige Nebeneffekte hin, die vor allem unerfahrene Nutzern unlösbare Rätsel bescheren könnten. Grund: Das Löschen störe das Zusammenspiel von Apps und Google Cloud Messenger-Funktionalität. So betont Morril, dass Apps anschließend zum Beispiel keine Push-Benachrichtigungen mehr erhalten könnten.