Ein spezieller Android-Trojaner wurde offenbar gezielt auf Menschenrechtsaktivisten angesetzt.
Die Sicherheit sensibler Daten unter Android ist ein wichtiges Thema, das verantwortungsvolle Normalnutzer noch nicht wirklich betrifft, künftig aber weiter an Bedeutung gewinnen wird. Interessant und bestürzend ist dabei auch, wie zielgerichtet Malware eingesetzt werden kann.
Einen durchaus spektakulären Fund machte jetzt das Kaspersky Lab. Der entsprechende Android-Trojaner war speziell für seinen Empfänger konzipiert.
Adressaten des Schädlings namens “Backdoor.AndroidOS.Chuli.a” waren uigurische Aktivisten. Um sie zu täuschen, bekamen sie ihn über den gehackten E-Mail-Account eines tibetischen Aktivisten zugeschickt, obendrein getarnt als Anhang einer Nachricht zum Weltkongress der Uiguren in Genf.
Beim Anhang handelte es sich dann um das Installationspaket einer Android-Anwendung, die nach der Installation im Hintergrund u.a. die Kontakte, Anruflisten, SMS und Standorte ausspionieren und an einen Drittserver schicken sollte. Laut Artikel ist es die erste wirklich zielgerichtete Attacke gegen ein Mobilgerät. (via)
