Briten wollen ein Android-Smartphone in das Weltall schicken. Dabei sollen alle möglichen Funktionen genutzt werden, bis auf das Telefonieren – wegen der Roamingkosten.
Moderne Smartphones haben die Rechenpower von Super-Computern in den 1970er-Jahren. Die kompakte Größe von Kamera, Funkmöglichkeiten und jeder Menge Sensoren eignet sich demnach hervorragend für einen Ausflug ins All. Getestet wurden die Geräte bereits in Vakuum-Kammern, der Gefriertruhe und einem Backofen. Alles ohne Probleme. Smartphones müssen schließlich auch im alltäglichen Leben eine Menge aushalten.
Das Smartphone soll in einem Strand 1-Satelliten platziert werden und dort einige Versuche durchführen. Die Kamera soll Postkarten aus dem Weltall verschicken, die Magnetsensoren das magnetische Feld rund um den Satelliten messen. Und auch Mythen sollen bewiesen werden. “Im Weltall hört Dich keiner schreien” soll mit Hilfe einer App nachgewiesen werden. Diese spielt Schreie ab, während das Mikrofon gleichzeitig versucht, diese aufzunehmen. Die Kommunikation zu anderen elektronischen Gerätschaften im Satellit selbst soll über die WLAN-Schnittstelle erfolgen.
Das ambitionierte Strand-1 Projekt ist jedoch nicht der einzige Versuch, Smartphones außerhalb der Erde zu nutzen. das NASA-finanzierte Projekt PhoneSat soll bereits Anfang nächsten Jahres starten und ähnliche Ziele verfolgen. Auch KickSat will ins All und ist bereits auf einem guten Weg. Strand-1 soll jedoch vor allen anderen abheben. Ein Erfolg solch einer Mission könnte den Weg für neue Projekte ebnen. (via)