Man könnte meinen, bereits alles über Android 5.0 Lollipop zu wissen. Doch dem ist nicht so! Im Interview mit Ars Technica gaben sich die Google-Größen Dave Burke und Gabe Cohen die Ehre und plauderten einige interessante Details aus…

Versprach Android-Nutzern weniger Bloatware auf ihren Smartphones: Dave Burke.
So wird eine der größten Neuerungen der Android-Version 5.0 sein, dass so genannte Bloatware deinstallierbar sein wird. Mit Bloatware dürften die meisten Nutzer schon in Berührung gekommen sein, selbst wenn der Begriff unbekannt ist. Darunter versteht man vorinstallierte Apps, die sich in Android nicht deinstallieren, sondern höchstens deaktivieren lassen. Das ist umso ärgerlicher, als dass viele dieser Apps keinen Mehrwert für den Anwender bieten und nur unnötig Energie und/oder Traffic ziehen.
Im Interview versprachen Burke und Cohen nun, dass unter Android 5.0 die von Netzbetreibern verwendeten Apps nicht mehr mit dem Gerät ausgeliefert, sondern erst nach Einlegen einer SIM-Karte heruntergeladen werden. Zudem sollen die Anwendungen nun nicht mehr in der Systempartition abgelegt werden, was der Geschwindigkeit des Betriebssystems zuträglich wäre. Dies betrifft aber nicht alle Bloatware-Apps, lediglich die der Netzbetreiber. Im Original-Interview heißt es dazu auf Englisch:
Burke: So the idea is as part of setup, Verizon [ein US-amerikanischer Anbieter – Anm.] might have some apps that you want like an app that tells you how much you used that month in terms of charges. There’s legitimate use cases where you want apps, but you also want those apps to be treated like any other app. What happens now is when you’ve got a Verizon SIM in the device, it actually installs Verizon apps as part of the setup flow, and then you can remove them if you want as part of the Play Infrastructure. And Verizon can update it.
Cohen: They’re not on the system partition.
Ars: Oh ok, so you can remove them?
Cohen: Yes.
Dabei zeigt sich, dass Android Lollipop voller Überraschungen steckt, die noch unbekannt sind. Welche Funktionen aber groß bekanntgegeben wurden und welche Geräte zur Speerspitze des Aufgebots gehören, sind hier in der Zusammenfassung zu Googles neuestem Betriebssystem nachzulesen.
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