Bereits während der Vorstellung der neuen Android L-Version auf der Google I/O wurde von einer gravierenden Performance-Steigerung gegenüber Android 4.4 KitKat gesprochen. Bisher ist davon noch nichts zu spüren.
Google steigt bei Android L von der Dalvik-VM auf die neue Android Runtime (ART) um, was zu einer generell optimaleren, besseren Leistung führen soll. Es ist sogar von einer doppelt so guten Performance bei Apps die Rede, ohne dass die Entwickler Änderungen bei ihren Programmen vornehmen müssen. Und auch die Grafik-Performance soll sich dank des Google Android Extension Pack (AEP) gravierend erhöhen, sofern die Hardware dies unterstützt – Nvidias Tegra K1 zum Beispiel.
Die Arbeitsgeschwindigkeit scheint aber auch nur auf dem Papier besser zu werden – zumindest gegenwärtig. Den Kollegen von CNET zufolge ist die noch längst nicht finale Developer Preview von Android L auf einem Nexus 5 (das unterstützt mit seinem Snapdragon 800 AEP auch nicht) langsamer als Android 4.4 KitKat. Im einem Direktvergleich schnitt das neue Betriebssystem teils deutlich schlechter ab – egal ob AnTuTu-Benchmark (20.684 Punkte zu 22.291) oder Geekbench 3 (685/1723 zu 826/2470). Beim GFX-Bench ist Android L minimal (!) flotter. Einzig bei der Laufzeit zeigt sich das Potential.
Und genau das ist der Punkt: Derzeit ist es noch viel zu früh zu sagen, ob Google bei Android L etwas den Mund zu voll genommen hat oder durch weitere Optimierungen bis zur finalen Fassung für aktuelle Smartphones noch einiges herausholen wird. Die Developer Preview für das Nexus 5 bzw. Nexus 7 (2013, WIFI-only) zeigt für privat Interessierte in erster Linie die optischen Unterschiede, nicht aber das, was unter der Haube stecken kann…
