Die Kollegen von Heise haben einmal mehr gezeigt, wozu Android taugt. Als Seismograph etwa, der Erdstöße erfasst und weiterleitet.
Eigentlich logisch: Weil Google Lizenznehmern von Android vorschreibt, Lage- und Neigungssensoren zu verbauen, können diese Stöße und Erschütterungen wahrnehmen. Der Clou ist der, dass ein Telefon allein zwar schon diese Stöße und Erschütterungen wahrnimmt. Aber erst ein Verbund von vielen hundert oder tausend Telefonen, die sich vernetzen und neben den Stößen ihre Position weiterleiten, ergeben ein entsprechend detailliertes und präzises Bild, mit dem sich mögliche nahende Erdbeben vorhersagen lassen. Dazu muss das Telefon aber flach auf einer Oberfläche liegen.
Die Forscher, welche dieses Prinzip entwickelten, haben nach einem Jahr harter Arbeit die App MyShake veröffentlicht. Dies ist de facto ein dezentraler Seismograph, der seine Rohdaten über seismische Aktivitäten mit anderen Telefonen zusammen in Echtzeit zu einem Gesamtbild zusammensetzt. Richard Allen, einer der führenden Köpfe dieses Teams, sagte, man könne mit Hilfe dieser App Erdbeben mit einer Wahrscheinlichkeit von 93 Prozent vorhersagen.
Eine wirklich gelungene App, die einmal mehr zeigt, womit Android noch überraschen kann.
Die kostenlose App kann im Google Play Store heruntergeladen werden.
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