Mit dem Marktstart des Google Nexus 5 wurden auch die endgültigen Neuerungen bekanntgegeben, die Android 4.4 (KitKat) mit sich bringt. Dieser Artikel wirft einen genaueren Blick darauf.
Während das Nexus 5 schon mit der neuen Android-Version ausgeliefert wird, müssen sich Besitzer des Nexus 4, Nexus 7 und Nexus 10 eventuell noch ein paar Wochen gedulden, bis das Update auch für ihr Gerät verfügbar ist. Nach und nach sollen auch das HTC One, die Google Play Edition des Samsung Galaxy S4, das HTC One Max und das HTC mini mit dem Update versorgt werden. Versagt wird das Update jedoch unverständlicherweise dem Google Nexus – hier können die Nutzer nur auf ein entsprechendes Custom Rom hoffen.
Unverständlich deshalb, weil eine der spektakulärsten Neuheiten jene Tatsache ist, dass Android 4.4 sogar auf Geräten mit einem 512 Megabyte kleinen Arbeitsspeicher reibungslos laufen soll. Grund zur Hoffnung, dass sich manch ein Hersteller dazu hinreißen lässt, das eine oder andere ältere Gerät mit dem Update zu versorgen? Die Vergangenheit lehrte leider allzu häufig etwas anderes: Da in erster Linie auf den Umsatz geschaut wird, setzen die Hersteller eher auf den Verkauf neuer Geräte, anstatt vermeintlich “betagte” Devices mit neuen Firmware-Versionen zu versehen. Es bleibt abzuwarten!
Angetestet:
In den News waren bereits Download-Links zu einigen Apps des Google Nexus 5 zu finden. Fast alle davon, mit Ausnahme der Galerie und der Uhr, ließen sich auf einem UMI X1s mit Android 4.2.1 installieren, so dass trotz nicht vorhandenem Google Nexus 5 ein kleiner Vorgeschmack auf einige der neuen Funktionen möglich war.
Screenshots von Google Nexus 5-Anwendungen auf dem Umi X1s
Eine wesentliche Änderung stellt die Tatsache dar, dass sich nun auch über Hangouts SMS und MMS verschicken und empfangen lassen. Die Google-Tastatur bietet einen Extra-Button für Emojis (Smileys und Symbole), und Widgets sowie die neuen Hintergründe (in den Apps erfreulicherweise schon integriert) lassen sich dem Homescreen nach Antippen und Halten einer freien Fläche auf der Startseite hinzufügen. All das klappte auch mit den nachträglich installierten Nexus 5-Anwendungen schon mal klasse.
Was kann KitKat außerdem?
Bei aktiviertem Screen nimmt Google Now automatisch Sprachbefehle über die Ansage “OK Google” entgegen und öffnet die gewünschten Programme oder sucht nach dem eingesprochenen Begriff. Außerdem ist nun der Standort als Schnellzugriff verfügbar. Im App-Drawer wurde auf die Reiter am oberen Bildschirmrand verzichtet, so dass dieser jetzt einen etwas aufgeräumteren Eindruck macht.
Startet man Apps im Vollbildmodus (Immersive Mode), wird mit der neuen Version auf das Einblenden der Statusbar und der Navigationssymbole verzichtet – die Leisten lassen sich jedoch durch einen Wisch über den Bildschirm rasch wieder einblenden. Praktisch ist auch die Neugestaltung des Dialers, der in der neuen Version Kontakte nach Anrufhäufigkeit anordnet und ein Durchsuchen des Telefonbuchs nach Örtlichkeiten oder Personen in der Nähe ermöglicht.
Ins System integriert wurde sowohl Chromecast als auch ein Schrittzähler (der allerdings nur funktioniert, wenn die Hardware des jeweiligen Gerätes diesen unterstützt), und die Standard E-Mail App wurde funktionell verbessert und einem kleinen Facelift unterzogen. Eine weitere Verbesserung betrifft die Ansteuerung von Druckern über Google Cloud – diese Funktion lässt sich derzeit allerdings nur mit HP-Druckern und solchen Druckern nutzen, für die es entsprechende Apps im Google Play Store gibt.
Auf dem Lockscreen kann während der Musik- oder Videowiedergabe zu bestimmten Stellen im Musikstück oder Video gesprungen werden, Audioaufnahmen werden optimiert, und Quickoffice kommt ebenso wie die Download-App in einem neuen Design daher. Neu sind auch die Unterstützung des Bluetooth Profils “Message Access Profile (MAP)”, integriertes Remote-Control für Geräte mit Infrarot-Schnittstellen und neue NFC-Funktionen für Bezahlvorgänge.
Bisher nur mit dem Google Nexus 5 nutzbar:
Funktionen, die bisher aufgrund der hierfür benötigten Hardware nur vom Nexus 5 unterstützt werden, sind eine akkuratere Touchscreen-Bedienbarkeit, der eingebaute Schrittzähler sowie ein Low Power Audio Playback, welches das Abspielen von Musik bis zu 60 Stunden ermöglicht.
Erfahrungsberichte der ersten Google Nexus 5 Besitzer werden mit Spannung erwartet!