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Veröffentlicht am Allgemein · Hardware · Sonstige Geräte 2 Min. Lesezeit

Amazon verkleinert Hardware-Abteilung

Amazons Hardware-Projekte offenbarten sich schon vor einiger Zeit als Fehlinvestitionen. Aufgrund des mangelnden Umsatzes baut der Konzern nun in der entsprechenden Entwicklungsabteilung Stellen ab. Fire Phone und Co. bleibt die Chance auf eine lange Zukunft verwehrt.

Als weltweit größter Versandhändler besitzt Amazon neben einer Menge Investitionspotential eine umfassende Reichweite, mithilfe derer der Konzern vor einigen Jahren eine hauseigenen Hardware-Familie auf den Markt gebracht hat. Während das Unternehmen in Kindle, Fire Phone und Fire Tablet umfassendes Gewinnpotential sah, entpuppten sich die Geräte, allen voran das Fire Phone, als Flops. Jetzt reagiert Amazon auf die Milliarden-Verluste und setzt den Rotstift im kalifornischem Hardware-Labor Lab126 an. Bereits in der vergangenen Woche mussten dutzende Entwickler ihren Arbeitsplatz räumen.

Doch das ist erst der Anfang! Weitere Entlassungen werden die 3000 Mitarbeiter umfassende Belegschaft weiter dezimieren. In Lab126 werden unter anderem Kindle-Reader und Fire Tablets entwickelt.

Trotz steigender Einnahmen konnte Amazon nur ein minimales Gewinn-Wachstum verbuchen. (Bild: androidauthority.com)

Besonders das, als Konkurrenzprodukt zu Apples iPhone und Samsungs Galaxy S Geräten ins Rennen geschickte, Fire Phone entpuppte sich als Investitionsgrab. Trotz spitzenmäßiger Hardware und innovativer Entwicklungsideen bliebt der Erfolg des hauseigenen Smartphones aus. Für viele potentielle Käufer war vor allem die Softwareumgebung ein Grund dafür, sich gegen den Kauf eines Fire Phones zu entscheiden – obwohl das Gerät grundsätzlich auf Android basiert, bügelt Amazon mit dem eigenen Fire OS eine in sich geschlossene Benutzeroberfläche über das System. Nutzer dieser Firmware haben zum Beispiel keinen Zugang zu Googles Play Store. Stattdessen müssen Anwendungen über den hauseigenen Amazon Store erstanden werden, der ein deutlich knapperes Produkt-Portfolio bietet.

Aktuell versucht Amazon den eigenen App Store durch eine Angebots-Welle etwas attraktiver zu gestalten. Täglich werden viele Apps entweder preislich reduziert oder gratis zum Download angeboten. Darüber hinaus werden viele der unbeliebten In-App-Downloads ebenfalls zum Nulltarif verschleudert. Bislang musste Amazon nach Preissenkungen etwa 170 Millionen Dollar auf nicht verkaufte Geräte abschreiben. Auch wenn die Hardware-Entwicklung momentan etwas eingebremst werden soll, möchte das Unternehmen weiterhin an einigen Projekten festhalten – so soll zum Beispiel ein Computer für die Küche entwickelt werden, der gleichzeitig als Schaltzentrale für den vernetzten Haushalt fungiert.

(via)