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Veröffentlicht am Allgemein · News 2 Min. Lesezeit

Alterseinstufung im Google Play Store

Ab dem 1. Mai ist es soweit: Google akzeptiert nur noch Apps, die vorab eine Altersprüfung durchlaufen haben. Die Einstufung erfolgt ähnlich dem hierzulande bekannten USK- und FSK-Systemen, mit den Altersfreigaben ab 6, 12 oder 18 Jahren.

Bislang war der Google Play Store ein Ort, an dem sich die Entwickler von App-Software nahezu uneingeschränkt und vor allem unkontrolliert auslassen konnten. Googles prüfte Anwendungen vor deren Veröffentlichung lediglich auf eventuell enthaltene Schadsoftware. Doch damit ist jetzt endgültig Schluss. In einem Blog für App-Entwickler kündigte der Konzern verschärfte Kontrollen und die Einführung eines internationalen Jugendschutzsystems für Android-Anwendungen an. Google arbeitet hierfür eng mit der International Age Rating Coalition (IARC) (in Deutschland durch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) vertreten) zusammen. Der Internetgigant war zu der Ergreifung solch drastischer Schritte gezwungen, nachdem in der Vergangenheit die den Entwicklern gebotene Freiheit immer wieder missbraucht wurde.

Neben der Alterseinstufung der Apps wird fortan auch geprüft, ob sich die Entwickler an die Programmrichtlinien des Play Stores halten. Bisweilen wurden veröffentlichte Apps nur dann überprüft, wenn Beschwerden von Seiten der Nutzer aufkamen. In der Vergangenheit verschleierten diverse Anwendungen immer wieder anstößige Inhalte, Gewalt, Mobbing und Hassreden oder Dienten der Weitergabe vertraulicher Daten Dritter.

Vorerst wird allerdings nur neu veröffentlichte, upgedatete, sowie freiwillig eingereichte Software mit einer Alterskennzeichnung versehen. Unbewertete Anwendungen werden in die Kategorie “unrated” oder “nicht eingeschätzt” eingeordnet. Somit wird die Vielzahl der zuvor erschienenen Apps weiterhin an der Jugendschutzrichtlinie und an den Programmrichtlinien vorbei existieren können. Zudem existieren für den Download neuer Android-Anwendungen mehrere Bezugsquellen, die unabhängig vom Play Store die Installation neuer Programme ermöglichen und somit nicht auf die entsprechende Altersfreigabe überprüft werden können.

Trotz einiger Schlupflöcher nähert sich Google dank der neuen Kontrollpolitik peu à peu dem Verfahren des Konkurrenten Apple an, der in seinem App Store schon seit dessen Start 2007 strenge Qualitäts- und Jugendschutz-Prüfungen durchführt. Zudem werden Android-Geräte durch das neue Prüfsystem wesentlich kinder- und familienfreundlicher.

(via)