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Veröffentlicht am Android-Themen · Android Tablets · Features 6 Min. Lesezeit

7. Adventskalender-Türchen: Welches Tablet schenke ich meinem Kind?

Ob schon die Kleinsten unbedingt ein Smartphone oder Tablet in die Hand bekommen müssen, ist bei Eltern und Pädgogen umstritten. Fest steht jedoch, wenn schon solch ein technisches Gerät her muss, dann ein altersgerecht vernünftiges. Auf dem Kinder-Tabletmarkt wurde eine Recherche durchgeführt und einige Kinder-Tablets mit Android Betriebssystem herausgepickt.

Was sollte ein Kinder-Tablet in erster Linie auszeichnen und von einem “Erwachsenen-Tablet” abheben?

Natürlich ist die empfindliche Technik in Kinderhänden meist etwas höheren Belastungen ausgesetzt, sollte es mal in die Ecke fliegen oder aus der Hand fallen. Robust muss es also sein. Das solideste Geräte nützt jedoch überhaupt nichts, wenn die Bedienbarkeit nicht stimmt. Also müssen sämtliche Bedienelemente gut zugänglich und leicht bedienbar sein, und auch nicht ganz so sanften Kinderhänden standhalten können. Mindestens genau so wichtig ist auch eine geeignete Software, denn diese sollte über eine übersichtliche und ansprechend gestaltete Oberfläche verfügen. Flüssig bedienbar sollte das Tablet sein, denn allzu schnell kommt Langeweile auf, wenn das Laden von Galerien oder Anwendungen all zu lange dauert – also muss auch die Hardware-Ausstattung stimmen.

Welche Tablets entsprechen, ohne vorherigen Test, zumindest in der Theorie diesen Kriterien?

Samsung-Galaxy-Tab-3-Kids

Samsung Galaxy Tab 3 Kids

Da wäre zunächst einmal das wohl allseits bekannte Samsung Galaxy Tab 3 Kids, das über Online-Händler teilweise sogar schon unter 200 Euro zu haben ist. Zur Ausstattung gehören ein 1,2 Gigahertz Dual-Core Prozessor, 1 Gigabyte RAM sowie ein 8 Gigabyte großer interner Speicher, der sich über MicroSD-Karten um bis zu 32 Gigabyte aufrüsten lässt. Internetverbindungen sind über WiFi möglich, Daten können außerdem über Bluetooth und MicroUSB-ausgetauscht werden. Für kleine Hobbyfotografen oder den Videochat gibt es eine 3 Megapixel-Knipse auf der Rückseite und eine 1,3 Megapixel-Kamera auf der Front. Das 7 Zoll große Display löst mit 1.024 x 600 Pixeln auf.

Auf dem Galaxy Tab 3 Kids läuft Android in der Version 4.1.2. Im Kindermodus ist die Oberfläche mit kindgerecht großen Schaltflächen und bunten Motiven, Lernprogrammen und Anwendungen ausgestattet, und die Kleinen kommen nur an Inhalte heran, die für sie gedacht sind. Das Herunterladen von Apps und Spielen aus dem Internet ist nur nach Passworteingabe möglich. Eine maximale Nutzungsdauer ist von den Eltern ebenso voreinstellbar. Zum Gebrauch als normales Tablet lässt sich das Gerät in den Elternmodus mit inhaltlich uneingeschränkter Android-Oberfläche umschalten, so dass das Tab 3 Kids sowohl von Kindern als auch von den Erwachsenen nutzbar ist. Ein abnehmbarer, dicker Bumper schätzt das Gerät von außen. Altersempfehlung: Ab 3 Jahre.

Imaginarium Paquito Mini

Einen optisch etwas erwachseneren Eindruck macht das Paquito Mini von Imaginarium. Den 8 Zoller68085_PaquitoMini-smart-case2 gibt es bereits zu einer UVP von 179 Euro. Sein IPS-Screen hat eine Auflösung von 1024 x 768 Pixel und im Innteren des Tablets läuft ein 1,2 Gigahertz Quad-Core Prozessor mit Unterstützung von 1 Gigabyte RAM. Nicht schlecht für den Preis. Auch dieses Gerät verfügt über einen MicroSD-Kartenslot zum Erweitern des 8 Gigabyte großen internen Speichers.

Über das Android Jelly Bean wurde eine kindgerechte Magic Os 2.0 Oberfläche gezogen, die sicheres Spielen und Lernen für Kinder ab 6 Jahren ermöglichen soll. Auf dem Tablet ist es möglich, mehrere Profile anzulegen, so dass es von Eltern und Kindern gleichermaßen genutzt werden kann. So lässt sich beispielsweise die Nutzungszeit des Tablets für Kinder beschränken oder festlegen, auf welche Inhalte diese Zugriff haben dürfen. Auch können Eltern einstellen, ob den Kids ein Zugriff ausschließlich auf Paquitoland oder zusätzlich auf den Google Play Store möglich sein soll.

Das vorinstallierte I-College ist vor allen Dingen auf junge Schulkinder ausgelegt und ermöglicht einen sicheren Internetzugang oder die Hausaufgabenplanung. Jeder Nutzer eines Profils kann seine Oberfläche dem eigenen Geschmack anpassen. Eine 2 Megapixel-Kamera auf der Rückseite und eine VGA-Kamera auf der Front können zum Fotografieren und für Videochats genutzt werden. Der Body des Mini Paquito besteht aus stabilem ABS und Aluminium. Außer einem MicroUSB-Anschluss hat das Tablet eine MicroHDMI-Schnittstelle zur Übertragung von Inhalten auf Monitore oder Fernseher, WiFi und Bluetooth zu bieten. Recht gut ist die Auswahl an bestellbarem Zubehör. Altersempfehlung: Ab 6 Jahre.

Oregon Scientific Meep! X2

Das Meep! X2 aus dem Hause Oregon Scientific wartet mit einem 7 Zoll zFORCE Touchscreen auf, dessen Auflösung mit 800 x 480 Pixel nicht ganz so üppig ausfällt. Als Grundlage läuft auf dem Tablet Android 4.2, dem eine kindgerechte Oberfläche übergestülpt wurde, die den Kids den Zugang zu Inhalten versperrt, die nicht für sie gedacht sind. Eltern haben auch von anderen Computern aus einen virtuellen Zugang zu den Inhalten des X2, die ihr Kind zu Gesicht bekommt. Spiele und Anwendungen lassen sich über den Meep! Store herunterladen. Diese werden mit virtuellen Münzen bezahlt – über die Höhe des Budgets entscheiden die Eltern, ebenso wie über die Zeitspanne, in der ihr Kind das Tablet täglich nutzen darf.

Angetrieben wird das Meep! X2 von einem 1,2 Gigahertz Dual-Core Prozessor und 1 Gigabyte RAM. Der 4 Gigabyte große interne Speicher lässt sich mit Micro SD-Karten um bis zu 32 Gigabyte erweitern. Ebenso wie das Paquito-Tablet verfügt das Meep! X2 über eine HDMI-Schnittstelle und hat außerdem Bluetooth 4.0 sowie MicroUSB, WiFi und einen Mikrofonanschluss an Bord. Fotos und Videos können über eine VGA-Kamera auf der Front oder eine 1,3 Megapixel-Kamera auf der Rückseite aufgenommen werden. Auch für das Meep! X2 gibt es nützliches Zubehör. Idealo.de listet das Meep! X2 bei Onlinehändlern ab etwa 130 Euro. Altersempfehlung: Ab 6 Jahre.

Meep! X2 Oregon ScientificMeep! X2 Oregon Scientific_1

Kurio 7S mit Toggolino oder Toggo

Schon für Kinder ab 3 Jahre wurde das robust ausschauende 7 Zoll Kurio 7S Tablet mit Toggolino-Oberfläche entworfen. Diese wurde einer Android 4.2-Version übergestülpt und verfügt über 30 Lern- und Spiele-Apps für Kinder. Auch auf diesem Tablet lassen sich verschiedene Nutzer-Profile erstellen, so dass Eltern für jedes einzelne Kind altersgerecht angepasste Zugangsbeschränkungen für Interrnetinhalte erstellen können. Das 7 Zoll-Display verfügt über eine ordentliche Auflösung von 1024 x 600 Pixel, ordentlich ist auch die Harware-Ausstattung mit 1 Gigabyte RAM, einem Allwinner Dual-Core A20 Prozessor und 8 Gigabyte internem Speicher, der sich durch MicroSD-Karten aufrüsten lässt. Außerdem wurden eine 0,3 Megapixel-Kamera auf der Front und eine 2,1 Megapixel-Knipse auf der Rückseite, HDMI, MicroUSB und WiFi verbaut. Ein farbenfroher, robuster Bumper befindet sich im Lieferumfang.

Kurio Tablet mit Toggolino_1Kurio Tablet mit Toggo

Apps und Spiele können aus dem Kurio App Store auf das Tablet geladen werden. Eltern können im Store Konten für jedes einzelne Kind einrichten und Geld für den Kauf von Apps in ein virtuelles Sparschwein einzahlen – außerdem werden dem jeweiligen Profil entsprechend nur altersgerechte Apps angezeigt.

MyTois listet das Tablet für 159 Euro. Eine weitere Variante für Kinder ab 6 Jahre, mit Toggo anstatt Toggolino, gibt es dort für 169,99 Euro.

Alle hier genannten Tablets verfügen über einen Audio-Anschluss.

Grundsätzliches zum Thema Kinder und Tablets.

Die Frage, ob man einem Kind im Vorschulalter schon ein Tablet in die Hand drücken sollte, muss wohl jeder für sich selbst beantworten. Aus medienpädagogischer Sicht wird der Rat gegeben, unbedingt auf kindgerechte Inhalte zu achten und dabei immer im Auge zu behalten, mit was sich das Kind auf dem Tablet gerade beschäftigt, beziehungsweise sich gemeinsam mit den Kids über die konsumierten Inhalte auseinanderzusetzen und auszutauschen.

Da Computer heute zum alltäglichen Leben dazu gehören, ist es besser, die Kinder gezielt und überwacht an qualitativ gute Anwendungen und Spiele auf Tablet, Computer und Co. heranzuführen – grundsätzliche Verbote verführen Kinder nämlich schnell dazu, heimlich alles Mögliche zu konsumieren (wenn sich beispielsweise bei Freunden eine Möglichkeit bietet), das vielleicht nicht so unbedingt für die Kleinen gedacht ist.

Sehr wichtig ist auch, dem Kind eine genaue Zeit vorzugeben, in der das Tablet genutzt werden darf, denn schließlich gibt es für die Kids auch in der realen Welt noch vieles, was sich zu entdecken lohnt.

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