Mit „Schön. Schnell. Stark“ wird das Honor 8 beworben. Ob dieses vollmundige Versprechen für den 5.2 Zoller zutrifft, wird im Praxistest geklärt.
Design & Verarbeitung
Schön? Ja! Obwohl sich über Schönheit bekanntlich streiten lässt, macht das Honor 8 optisch ordentlich etwas her. Hierzu trägt das 2.5D Arc Design bei, in dem das Gerät sowohl auf der Front als auch auf der Rückseite gestaltet wurde. Unter der Gorilla Glass 3 – Oberfläche schillert bei dem Testgerät blaues Metall hervor. Das Smartphone gibt es außerdem mit einem weißen oder schwarzen Cover. Beim Anblick des mit 145.5 x71.0 x 7.45 Millimetern ultraschlanken Gehäuses kommt man zunächst einmal kaum auf den Gedanken, dass ein immerhin 5.2 Zoll großes Display und ein 3000 mAh starker Akku verbaut wurden. Mit 153 Gramm ist das Device leicht genug, um angenehm in der Hand zu liegen und schwer genug, um einen hochwertigen Eindruck zu vermitteln.
Über dem Screen liegt die Linse der Frontkamera, außerdem gibt es hier ein Gitter über der Hörmuschel, unter dem sich eine mehrfarbige Notification-LED befindet, die durch Blinken über verpasste Ereignisse informiert. Auf Sensortasten unter dem Screen wurde beim Honor 8 verzichtet, dafür werden bei aktiviertem Display On-Screen-Buttons mit der (von links nach rechts) Zurück-, Home-, und Menü-/Taskmanager-Funktion eingeblendet (die Reihenfolge der Buttons lässt sich in den Einstellungsoptionen konfigurieren und ein zusätzlicher Button hinzufügen).
Auf der Rückseite sind die beiden Linsen der Hauptkamera nebst Blitzlicht sowie ein darunter liegender Fingerprintsensor angesiedelt. Eine metallene Lautstärkewippe und die Ein-/Aus-/Sperrtaste, beide mit einem strammen Druckpunkt, findet man an der rechten Außenseite. Linksseitig ist ein Hybrid-Slot verbaut, der wahlweise zwei NanoSimkarten oder eine NanoSim + eine MicroSD/TF-Karte aufnimmt. Der Slot lässt sich mit einer mitgelieferten Klammer öffnen. Löblicherweise kommt beim Honor 8 ein USB Type-C Steckplatz zum Einsatz, der sich mittig zwischen dem auf der Unterkante angebrachten 3.5 Millimeter Audio-Anschluss und dem Gitter des Medienlautsprechers und Mikrofons befindet. Auf der Oberkante sieht man den kleinen Infrarotsensor und ein zusätzliches Mikrofon.
So außergewöhnlich gut das Honor 8 auch ausschaut und so toll es sich anfühlt, so rutschig ist es andererseits. Die aalglatte Glasrückseite stellt in Kombination mit den stark abgerundeten Kanten eine echte Herausforderung dar, wenn das Device schnell gegriffen oder auf einer ebenfalls glatten Fläche abgelegt werden soll – hier stellt das flotte Smartphone bisweilen echte Fluchttendenzen zur Schau, und nach einiger Zeit wird notgedrungen gelernt, das wertvolle Gerät quasi mit Samthandschuhen anzufassen, wenn nicht vollends auf die Unempfindlichkeit des Gorilla Glases vertraut werden möchte. Wird auf ein gepflegtes Äußeres des Smartlets Wert gelegt, empfiehlt es sich außerdem, ein Putztuch dabei zu haben, denn das Coverglas zieht Staub und Fingertapsen nahezu magnetisch an.
Das Honor 8 bietet eine durch und durch gute Verarbeitung ohne knarzende Teile oder sichtbare Spaltmaße.
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