Der Januar war aus Spielesicht der perfekte Auftakt für das Jahr 2016. LEGO-Spiele! The Room 3 als Knobel-Juwel oder gar das opulente Metal Gear Rising: Revengeance sind Titel, die für viele vergnügliche Stunden sorgten.
LEGO Herr Der Ringe
Begonnen wird mit einem modernen Klassiker. In LEGO Herr der Ringe wird Frodo Beutlins wundersame Reise durch Mittelerde nachgespielt – und es wird nicht nur wertvollen Verbündeten, sondern auch schaurigen Feinden begegnet. Im Kern ein Jump’n Run mit leichtem Action-Einschlag, ist LEGO Herr der Ringe streng genommen fehl auf einem mobilen Android-Gerät. Denn das Spiel bietet so viel zu entdecken und zu sammeln, dass darin viele Stunden versenkt werden können. Die Grafik ist gewohnt charmant und die Steuerung immerhin in zwei grundsätzlich unterschiedlichen Varianten implementiert – eine, die sich an klassischen Controllern orientiert und eine, die etwas freier bei der Interpretation der Gesten ist.
Mit 5,44 Euro ist das Spiel nicht ganz so preiswert, aber jeden Cent wert. Es kann im Google Play Store heruntergeladen werden.
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The Room 3
Rätsel-Spiele wie The Room sind besonders reizvoll. Darin wird an kleinen, zumeist kastenförmigen Apparaturen geknobelt. Ein Schalter wird gedrückt, ein Hebel gezogen und eine Scheibe gedreht, um das Gerät zu öffnen und zum nächsten, natürlich noch schwereren Rätsel voranzuschreiten. Obwohl das Spielziel simpel scheint (öffne die Kiste), sind die Lösungen oft ziemlich vertrackt und erfordern viel Gehirnschmalz. The Room 3 setzt der Knobelei die Krone auf und ist tatsächlich der beste Serienteil, der bislang für Android erschienen ist. Grafik und Sound gehen vollkommen in Ordnung, ein Hochgenuss ist die präzise und intuitive Steuerung. Teil 3 kann für 4,99 € im Google Play Store heruntergeladen werden.
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Worms 4
Ein Kultspiel der 90er Jahre kehrt zurück. Für Unkundige folgt eine Grobzusammenfassung: Zwei befeindete Wurm-Stämme bekriegen einanander rundenbasierend – mit Bazooka, Zwille, verrückten Omas oder Atombomben. Ist eine der Kriegsparteien ausgeschaltet, gewinnt logischerweise die andere. Worms 4 nun bietet zwar kaum neue Impulse, konzentriert sich aber darauf, das Spiel für Mobilplattformen fit zu machen und verkürzt die Partien auf wenige Minuten. Ein Echtzeit-Mehrspielermodus übers Netzwerk oder Internet gehört jetzt ebenso zum Aufgebot wie die neu entwickelte Touchscreen-Steuerung. Das Spiel kostet 4,99 €, die aber gut angelegt sind. Worms 4 kann im Google Play Store heruntergeladen werden.
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Pokémon Shuffle Mobile
Ist das Nintendos lang angekündigte Mobil-Offensive? Eher nicht – das zuvor für den Nintendo 3DS erschienene Pokémon Shuffle Mobile wird von The Pokémon Company entwickelt und vertrieben und ist im Kern ein klassisches Match3-Spiel. Heißt: Es werden unterschiedliche Symbole (in diesem Fall Pokémon) horizontal oder vertikal in Dreierreihen angeordnet, die daraufhin verschwinden. Ziel ist es, entweder so lange wie möglich durchzuhalten oder eine gewisse Anzahl an Reihen zu lösen. Pokémon Shuffle Mobile bietet dahingehen kaum Neues, mit Ausnahme der Talente gewisser Pokémon, die im Laufe des Abenteuers gesammelt werden. Für ein kostenloses Spiel geht der Inhalt in Ordnung, besonders fair ist, dass die InApp-Käufe tatsächlich optional sind und das Spiel nicht zu Ausgaben zwingt.
Pokémon Shuffle Mobile kann hier kostenlos im Google Play Store heruntergeladen werden.
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Downwell
Devolver Games ist ein Publisher, der spielerischen Kleinoden eine Chance gibt, auf der großen Bühne zu glänzen. Mit Downwell veröffentlichen sie nicht nur ein optisch äußert stilsicheres Spiel. Sie schaffen es, auch spielerisch zu begeistern und nehmen mit auf eine Reise in die Tiefen eines Wunschbrunnens, die nur mit Hilfe von Raketenstiefeln überlebt werden kann. Das Konzept mag abgedreht klingen, ist aber auch für die ein oder andere Runde in der Bahn perfekt.
Für 3,19 Euro ist das Spiel erhältlich – zu downloaden im Google Play Store.
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Crashlands
Das seltsamste Spiel in dieser Reihe ist diesen Monat Crashlands, das irgendwo zwischen Minecraft, Don’t Starve und The Binding of Isaac anzusiedeln ist. In unbekanntem Terrain muss überlebt werden. Das ist wahrlich kein Zuckerschlecken und so wird brandschatzend und mordend durch die Lande gezogen, neues Gerät und eine Bleibe gebastelt und… öfter mal am Wahnsinn der Entwickler gescheitert. Etwa, wenn ein „Gadget“ gebastelt wird, welches einem Fötus Blut abzapft, damit weiter gelebt werden kann. Der Inhalt ist teils harter Tobak, und die Debatte, ob das nun noch Kunst ist oder weg kann, dürfte in den nächsten Wochen kaum zu unterbinden sein. Crashlands ist spielerisch also solide und inhaltlich teils fragwürdig.
Ein eigenes Urteil kann gebildet werden – für 5,45 Euro kann es im Google Play Store heruntergeladen werden.
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Metal Gear Rising: Revengeance
Uff! Für Metal Gear Rising: Revengeance benötigt man ein Top-Tablet! Andernfalls wird das Spiel vom Google Play Store gar nicht erst angezeigt. Die Rechenkraft ist bitter nötig, denn das Spiel ist audiovisuell ein Hochgenuss! Und das, obwohl das Originalspiel vor drei Jahren auf Xbox 360 und PlayStation 3 erschien, der letzten Konsolengeneration also. Spielerisch erwartet ein Hack’n’Slay vom Feinsten, das mit Genre-Königen wie Devil May Cry oder God of War zu messen ist. Zwar ist die Story rund um einen kybernetisch veränderten Ninja auf geheimer Mission in Afrika nur schwer zu ertragen und noch schwerer zu kapieren, aber wenn ein Beweis benötigt wird, dass Konsolenspiele samt der opulenten Grafik auf Android-Geräten laufen, dann ist dies der optimale Titel. Derzeit nur für Android Shield im Aufgebot, wird das Spiel in den kommenden Wochen für weitere Tablets portiert.
So viel Aufwand hat aber auch seinen Preis, weshalb Metal Gear Rising: Revengeance mit 16,99 Euro ein nicht ganz so günstiges Vergnügen ist. Den Download findet man im Google Play Store.
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MULE Returns
MULE Returns ist ein Titel, dessen Vorstellung in diesem Monat als wichtig erachtet wird. Für jene, die es nicht kennen: M.U.L.E. war ein 1983 erschienenes Spiel des britischen Programmierers Dan Bunten (später Danielle Bunten Berry) für diverser Heimcomputer und seinerzeit der Inbegriff des Suchtspiels – und Pionier der Mehrspieler-Strategiespiele. Die titelgebenden Maultiere werden ausgerüstet und in Parzellen geschickt, wo sie Nahrung, Energie, Eisenerz oder Kristalle – zudem gibt es in jeder Runde Zufallsereignisse, die den Spielverlauf komplett auf den Kopf stellen können. Irgendwo zwischen kutligem Klassiker, Brettspiel und behutsamer Restaurierung versucht MULE Returns die Faszination auf den touchscreen zu bringen. Mit Erfolg. Die 3 Euro fürs Spiel lohnen sich, heruntergeladen werden kann es im Google Play Store.
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