Mangelnde Umsätze mit Bezahl-Apps: Android Market-Manager Eric Chu zurückgetreten

Eric Chu hat seinen Platz als Googles Android Market-Minister geräumt. Sein Nachfolger ist Jamie Rosenberg.

Erst letzte Woche hat Google den Android Market in Google Play Store umbenannt. Nach und nach will der Konzern seine Angebote vereinheitlichen und ihren Gebrauch einfacher gestalten. Es gibt mittlerweile 450.000 Android-Apps, 13 Milliarden Apps wurden bis jetzt aus dem Google Play Store heruntergeladen. Ein Problem zieht sich aber wie ein roter Faden durch die Geschichte von Googles App-Plattform: Android-Nutzer kaufen weit weniger Bezahl-Apps als Apple User, sondern ziehen Umsonst-Angebote vor.

Eric Chu (Bild: Techcrunch)

Eric Chu (Bild: Techcrunch)

Nun hat Eric Chu, bei Google als Manager zuständig für den Android Market, die Konsquenzen gezogen und seinen Posten zur Disposition gestellt. Google hatte wegen der offenen Nutzungsbedingungen des Google Play Stores viel Kritik einstecken müssen. Zwar bietet sich Entwicklern nun die Möglichkeit zu In-App-Verkäufen, die Vereinheitlichung des Angebots wurde aktiv angegangen und mittlerweile hat Google außerdem ein Team von Mitarbeitern abgestellt, das Apps, die gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen, aus dem Google Play Store entfernt.

Die Umsätze stiegen jedoch nicht bemerkenswert, vor einiger Zeit schätzten Marktbeobachter, dass Apple mit dem App Store noch immer 90 Prozent des mit Apps erzielten Umsatzes einstreicht. Zudem machen in letzter Zeit vermehrt Meldungen über Malware die Runde. Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) ist schon fast ein halbes Jahr alt, aber noch immer bei nur wenigen Verbrauchern angekommen.

Entwickler Mika Mobile (u.a. Battleheart, Zombieville USA) beschreibt in einem ausführlichen Blogpost, warum man die Entwicklung für Android vorerst aufgeben wolle: Sie sei wegen der Fragmentierung schlicht zu aufwändig und wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen. Jamie Rosenberg folgt Eric Chu nach, der in den vergangenen zwei Jahren Google Music betreut hat. Chu bleibt Google an anderer Stelle erhalten. (via)