GameStop: Spielehändler reagiert auf holprigen Start der PS4-Tauschaktion

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Solltet ihr Gamer sein und nicht ganz unter einem Stein wohnen, ist euch die Aktion des Spielehändlers GameStop sicher ins Auge gefallen. Bei Abgabe einer PlayStation 4 samt Controller und 2 PS4-Spielen als auch der Zuzahlung von 99,99 € sollten Spieler ein Schnäppchen-Upgrade auf die PlayStation 4 Pro erhalten. Sollten – denn vielerorts war die Konsole bereits vor dem Start am Mittwoch vergriffen.

Das Objekt der Begierde: Sonys PlayStation 4 Pro. (Bild: Sony)

Ein missglückter Start…

Die genauen Umstände der missglückten Aktion sind noch etwas nebulös. Klar ist: Am Wochenende kündigte der weltgrößte Spielehändler die Aktion an und terminierte den Start auf Mittwoch, den 26. April 2017. Da die Nachfrage bereits im Vorfeld mehr als groß war und die regulären (!) Lagerbestände GameStops überstieg, wurde der Kick-Off auf Dienstag vorverlegt. Wer dies anwies, ist bislang nicht zu rekonstruieren – allerdings dürfte das was folgte, nicht im Interesse des Unternehmens gewesen sein:

Zusagen von Mitarbeitern gegenüber Kunden konnten teils nicht eingehalten werden und bereits vor Mittwoch – eben dem offiziellen Start der Aktion – war der frei verfügbare Warenbestand in vielen Filialen auf Null herunter gefahren. Versorgt wurden nur Vorbesteller, die das Glück hatten, in einem kleinen Zeitfenster 30 Euro angezahlt zu haben. Die meisten anderen Kunden gingen leer aus.

Game-Stop-Filialen wie hier in München hatten mit dem riesigen Andrang wohl nicht gerechnet… (Bild: olympia-einkaufszentrum.de)

Im Netz wurde kübelweise Häme, Spott und auch Hass über das Unternehmen ausgegossen, das sich nun um Schadensbegrenzung bemüht. Interessenten können sich aktuell in den Filialen auf Listen für unverbindliche Reservierungen eintragen lassen. Dass dies mehr als ein Placebos ist, verdeutlicht das Bemühen des Konzerns, alle interessierten Kunden bedienen zu wollen – indem die Nachlieferungen seitens Sony stärker frequentiert werden und im größeren Umfang ausfallen. Die Versorgung der über 250 Stores allein in Deutschland steht nun im Fokus.

… mit möglichem Happy End

Solltet ihr zu jenen gehören, die leer ausgegangen sind: Kopf hoch! Schließlich läuft die Aktion noch bis zum 14. Mai 2017 – und eine Reservierung erhöht die Chancen, schnellstmöglich an eines der begehrten Geräte zum Schnäppchenpreis zu kommen. Nicht förderlich ist aber das, was viele auf der Facebook-Seite des Konzerns zum Besten geben. Mitarbeiter zu beleidigen, das Unternehmen als kriminell hinzustellen, alle dem Unternehmen sympathisch gegenüber stehenden Kunden zu denunzieren kennen wir bereits vom Debakel rund ums Samsung Galaxy Note 7Sonys Beinahepleite und anderen Gelegenheiten, bei denen es nicht ganz so läuft wie es Konzern und Kunde gerne hätten. In genannten Fällen wurden beide Seiten am Ende miteinander versöhnt – und wir sind optimistisch, dass es Sony und GameStop gelingt, die hohe Nachfrage zu bedienen.

Informationen zum aktuellen Stand der Aktion erhaltet ihr auf dieser Seite.

Das Statement GameStops im Wortlaut:

„Sehr geehrte Kunden,

für den Ärger im Rahmen der Kommunikation und dem Start der Kampagne „PS4 Pro Trade-in“ möchten wir uns in aller Form entschuldigen.

Die Aktion war auf einen langen Zeitraum vom 26.04. bis zum 14.05.2017 angelegt, um einer kurzfristigen und hohen Nachfrage vorzubeugen. Die Mengenkalkulation hierzu erfolgte auf Basis von Erfahrungswerten vergangener Eintauschaktionen. Der gigantische Ansturm am gestrigen Mittwoch, also bereits am ersten Tag, wurde von uns aufgrund des langen Kampagnenzeitraums nicht erwartet. Es war und ist von Anfang an geplant, die Filialen in mehreren Schritten und über die gesamten drei Wochen regelmäßig mit Ware zu versorgen. Dies ist auch für uns aufgrund der großen Menge an Sony PlayStation 4 Pro-Konsolen nicht anders zu bewerkstelligen, da wir in einigen Filialen nicht über ausreichend Lagerfläche verfügen. Wir werden den Zeitplan für die Belieferung so zügig wie möglich straffen und sind im Moment zuversichtlich, die enorme Nachfrage mit ausreichend Konsolen abdecken zu können.
Ich werde die Ursachen im Nachgang aufarbeiten, um weitere unschöne Überraschungen dieser Art für die Zukunft auszuschließen. Für den Moment gilt jedoch die volle Aufmerksamkeit dem Ziel, Ihnen, unseren Kunden, möglichst schnell das Angebot zugänglich zu machen.
Über die weiteren Schritte und die Nachversorgung werden wir Sie regelmäßig informieren. Dies erfolgt über unsere Homepage unter dem Link: www.gamestop.de/PS4-pro und/oder durch Information vom lokalen GameStop-Team sofern Sie Ihre Kontaktdaten im Store hinterlegt haben.
Ich bitte alle Kunden noch um etwas Geduld und hoffe auf Ihr Verständnis.

Hochachtungsvoll,
Harald Grünbaum“

(Quelle: Pressemitteilung der Agentur Conjoin)