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Das Samsung Galaxy Note 8.0 im Test – Ein Anlass zum Schmunzeln

Am: 14. Mai 2013 um: 09:30 von: Claudia Krueger

Immer mal wieder ist das Samsung Galaxy Note 8.0 als womöglich stärkster iPad mini-Konkurrent im Gespräch. Fabulieren kann jeder – wir haben uns lieber selbst ein Bild gemacht und das Tablet mit Telefon-Funktion unter die Lupe genommen.

Verarbeitung und Zubehör

Das Note 8.0 kommt im typischen Galaxy-Design mit abgerundeten Ecken und Kunststoff-Body daher. Ein silberfarbener Rand rund um das Gehäuse gibt dem Gerät einen leicht edlen Anstrich. Am Tablet-Rand sind silberne Tasten für die Ein-/Aus-/Sperrfunktion und Lautstärkeregelung sowie ein Infrarot-Port, zwei Lautsprecher und Anschlüsse für MicroUSB und das Headset angebracht. Beim 3G-Modell gibt es natürlich auch einen MicroSim-Steckplatz sowie, erfreulicherweise, einen MicroSD-Kartenslot zur Speichererweiterung.

Der S Pen genannte Stift steckt ziemlich fest in einem Slot an der Gehäuse-Unterkante. Unter dem Display prangt der obligatorische Home-Button inmitten beleuchteter Sensortasten mit Menü- und Zurückfunktion. Beide Sensortasten lassen sich sowohl mit dem Finger als auch mit dem S Pen bedienen. Über dem Screen ist ein silbernes Lautsprechergitter nebst Sensoren und Frontkameralinse eingelassen. Die Kameralinse der 5 Megapixel-Knipse liegt etwas erhaben auf der Rückseite und dürfte bei häufigem Ablegen auf harten Oberflächen schnell mal den einen oder anderen Kratzer abbekommen.

Insgesamt ist das Samsung Galaxy Note 8.0 trotz Kunststoffgehäuse hochwertig verarbeitet mit geringen Spaltmaßen. Mit Außenmaße von 211 × 136 × 7,95 Millimetern ist das Device recht handlich, vorausgesetzt, man betrachtet es als Tablet – hält man es während eines Telefonates ans Ohr, wirkt das schon etwas gewöhnungsbedürftig. Auch erlahmt der Arm aufgrund der 345 Gramm, die das Note 8.0 auf die Waage bringt, in dieser Haltung ziemlich schnell.

Zubehör
In dem umweltfreundlich gestalteten Zubehörkarton des Galaxy Note 8.0 fanden wir ein USB-Datenkabel mit Netzadapter, eine Kurzanleitung und Serviceheftchen. Der 4.600 mAh-Akku ist fest im Gehäuse verbaut. Eine ausführliche Bedienungsanleitung gibt es man als App auf dem Tablet.

Die wichtigsten Daten des Samsung Galaxy Note 8.0:

 Betriebssystem:  Android 4.1.2 (Jelly Bean), Nature UX TouchWiz
 Prozessor:  1,6 Gigahertz Exynos 4412 Quad-Core
 Display:  kapazitiv, 8 Zoll, LCD TFT (800 x 1280 Pixel), Stifteingabe über S-Pen
 Arbeitsspeicher:  2 GB
 Interner Speicher:  16 GB
 MicroSD  bis 64 GB
 Kamera:  5 Megapixel, Autofokus
 Videoaufnahme:  720p
 Frontkamera:  1,3 Megapixel
 Konnektivität:  WiFi 802.11 a/b/g/n Dual-Band, WiFi-Direct, WiFi-Hotspot, Bluetooth 4.0, Infrarot
 Netzwerke:  optional 3G oder 4G (voraussichtlich ab Ende Mai im Handel)
 Schnittstellen:  3,5 mm Klinkenanschluss, MicroUSB mit MHL (HDMI-Unterstützung)
 Ortung:  A-GPS, Glonass
 Sensoren:  Beschleunigungssensor, Gyro-Sensor, Kompass, Näherungssensor
 Akku:  4.600 mAh Li-Ion
 Maße:  211 x 136 x 7,95 mm
 Gewicht:  335 g

Display und Kamera

Das 8 Zoll große TFT-LCD Display löst mit 1280 x 800 Bildpunkten auf und macht beim ersten Hinsehen einen guten Eindruck. Farben werden sehr authentisch und kräftig leuchtend wiedergegeben, kleine Schriften wirken bei genauerem Hinsehen allerdings etwas ausgefranst. Die spiegelnde Display-Oberfläche erschwert zwar die Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung – dank der ansonsten guten Darstellung und hellen Ausleuchtung lassen sich Bildschirminhalte jedoch auch bei der Draufsicht von der Seite gut noch erkennen.

Kamera
Die 5 Megapixel-Kamera auf der Rückseite ist mit einem Autofokus, nicht aber mit einem Blitzlicht ausgestattet. Bei optimalen Lichtverhältnissen geknipste Fotos gelingen besonders im Nahbereich und bei einem Abstand bis zu zwei Metern gut. Bei Dämmerlicht stellt sich schnell ein deutliches Bildrauschen ein. Auch Landschaftsaufnahmenen sehen auf den ersten Blick ordentlich aus, jedoch ist schon bei einer leichten Vergrößerung von Bildabschnitten eine deutliche Unschärfe in der Detail-Darstellung erkennbar.

Auch für Videoaufnahmen in 720p sollte eine gute Ausleuchtung vorhanden sein, da diese ansonsten schnell zur Unschärfe neigen. Für Gelegenheitsaufnahmen im Freien eignet sich die Videoaufnahmefunktion aber allemal.

Software und Telefonfunktion

Auf unserem Testgerät lief Android 4.1.2 (Jelly Bean) mit der Nature UX TouchWiz-Benutzeroberfläche, inklusive Air View, Easy Clip, S Planner, S Note und Multi-Window-Funktion. Zieht man den S Pen aus seiner Halterung, springt das Startdisplay direkt auf ein Funktionsmenü, über das Skizzen, Notizen, Tagebücher, Grußkarten oder Ähnliches angelegt und bearbeitet werden können (siehe auch unseren Testbericht vom Samsung Galaxy Note II “Stylus alias S Pen”).

Das App-Menü ist außer mit den Google-eigenen Anwendungen mit einem ganzen Packen nützlicher Software wie beispielsweise Polaris Office, Game-, Video-, Learning- und MP3-Hubs, Flipboard oder AllShare Play ausgestattet. Die App Smart Remote ermöglicht die Nutzung des Smartlets als Fernbedienung über die integrierte Infrarot-Schnittstelle.

Telefonieren
Hat man es erstmal geschafft, die MicroSim-Karte in den dafür vorgesehenen Slot zu schieben, was sich beim Note 8.0 als ziemlich fummelige Angelegenheit gestaltet, lässt sich das Tablet, außer zur Datenübertragung, auch ohne Headset zum Telefonieren nutzen.

Vom schon erwähnten Gewicht des Smartlets mal abgesehen, funktionierte das im Test erstaunlich gut. Sowohl an der Empfangsstärke in O2-Netzen als auch an der Klangqualität bei Telefongesprächen ließ sich nichts bemängeln. Wer auf die Telefonfunktion verzichten kann, findet im breiten Samsung-Portfolio auch ein reines WiFi-Modell des Note 8.0. Eine LTE-Ausführung soll Ende Mai in den Handel kommen.

Prozessor, Speicher, Akku

Der 1,6 Gigahertz Quad-Core Exynos 4412 Prozessor leistet, flankiert von einer Mali-400MP GPU und 2 Gigabyte Arbeitsspeicher, ganze Arbeit. Unsere Screenshots vom AnTuTu Benchmark- und Quadrant Standard-Test sprechen für sich.

Nun helfen aber die besten Benchmark-Ergebnisse nichts, wenn es bei der Bedienung ruckelt und zickt. Aber auch in diesem Punkt gab sich das Testgerät keine Blöße – das Blättern durch Widget-beladene Startscreens oder Menülisten lief butterweich und auch grafikintensive Spiele ließen sich problemlos zocken.

Vom 16 Gigabyte großen internen Speicher bleiben dem Nutzer nurmehr 9 Gigabyte übrig, die sich jedoch mit MicroSD-Karten um bis zu 64 Gigabyte aufrüsten lassen.

Das leuchtstarke Display scheint reichlich stromhungrig zu sein, denn nach knapp 21 Stunden bei halb hochgeregeltem Display mit adäquater Nutzung von Internet und Kamera, eingeschalteter Synchronisierung, WLAN und GPS zeigte die Akkuanzeige nur noch 19 Prozent der Ladung an, und der Bildschirm wurde als Hauptverbraucher angegeben (siehe Screenshot).

Fazit

Sowohl die Verarbeitung als auch die schnelle Performance gaben uns beim Samsung Galaxy Note 8.0 keinen Anlass zur Kritik. Die Displaydarstellung ist, die Farben betreffend, sehr brillant – bei kleinen Schriften fielen uns jedoch ausgefranste Ränder auf.

Die Bedienung des Displays und der Sensortasten mit dem S Pen klappte prima, die hierfür vorgesehenen Apps erwiesen sich als nützlich und gut durchdacht.

Auch wenn das Smartlet zu Telefonieren vielleicht nicht ganz die optimale Größe hat und umstehenden Passanten Anlass zum Schmunzeln geben dürfte, wenn es ans Ohr gehalten wird, ist die Telefon-Qualität ansonsten durchaus alltagstauglich. Insgesamt hinterließ das Samsung Galaxy Note 8.0 einen sehr ordentlichen Eindruck.

Pro
– Schnelle Performance
– Telefonfunktion
– MicroSD-Erweiterung

Contra
– Hoher Stromverbrauch des Displays

Claudia Krüger arbeitet als Redakteurin für N-Droid.de. Ihre Vorliebe liegt im Testen von Android-Hardware und Gadgets. Ein weiteres Interessengebiet von Claudia ist das Optimieren neuer und älterer Android-Geräte durch modifizierte Software.

Kommentare & Social

  1. MadMike1961 am 17. Mai 2013 um 00:37

    Gibt es eigentlich schon Erkenntnisse, wann das Note 8.0 mit 32 GB Arbeitsspeicher erscheint? Ich würde ja gern zuschlagen, aber 9 GB freier Speicherplatz sind mir zu wenig für ein Betriebssystem, das Apps nicht mehr auf die SD-Card installiert.

  2. MadMike1961 am 30. Juni 2013 um 13:17

    Conrad ist der einzige Laden, der behauptet, die 32-GB-Variante bereits liefern zu können – für 700 Euro! Alle anderen haben den Liefertermin schon mehrfach verschoben, zuletzt auf den 16.7.
    Bevor Amazon das Ding nicht listet, glaube ich nicht an einen bevorstehenden Release. 🙁

    • MadMike1961 am 30. Juni 2013 um 13:19

      Korrektur: Obwohl in den Preisvergleichen Conrad auf „Lieferbar“ gesetzt ist, sieht man auf deren Homepage (siehe Link oben), dass auch Conrad erst ab dem 11.7. an eine Auslieferung glaubt.

      • Claudia Krüger am 30. Juni 2013 um 16:21

        Dann hat auch Conrad das nochmal nach hinten verschoben – damals war noch der 29.05.2013 angegeben. 🙁

  3. MadMike1961 am 19. Juli 2013 um 11:49

    Die 32-GB-Variante wird langsam zur Lachnummer – jetzt kündigen die Händler eine Verfügbarkeit bis zum 30.07.2013 an. Bin ja gespannt, ob es im 1. Quartal 2014 dann endlich lieferbar ist – und ob es dann überhaupt noch jemand haben will.

  4. Daniel am 2. September 2013 um 11:46

    habe ich das richtig verstanden das Not 8.0 hat keine Headset Vorrichtung?

  5. MadMike1961 am 29. September 2013 um 19:54

    Genug „geschmunzelt“ – ich gebe auf. Seit März warte ich nun schon auf die 32-GB-Variante – jetzt wurde sie bei allen deutschen Händlern aus der Vorschau genommen, die sich von Monat zu Monat immer wieder verlängert hat. In Österreich bieten einige Händler die WiFi-Version mit 32 GB zu Mondpreisen an, aber für 16 GB mehr 150 Euro zu zahlen kommt nicht in Frage.
    Ich hab mir jetzt die WiFi + 3G mit 16 GB für 360 Euro bestellt.

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