Immer mehr AR-Smartphones: Wird Virtual Reality jetzt abgelöst?

Es ist kein Geheimnis, dass immer mehr Android Geräte für Augmented Reality und Virtual Reality optimiert werden und die Smartphone-Hersteller diese Technologien als wichtige Zugpferde für die Zukunft des Marktes betrachten. Flaggschiff-Smartphones wie Googles Pixel 3 beweisen dies eindrücklich. Wir werfen einen Blick auf den Markt für VR und AR, zeigen wo die aktuellen Entwicklungen hingehen und beantworten die wichtige Frage, ob VR jetzt von den Konkurrenz-Konzepten abgelöst wird.

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Gerät VR in den Rückstand?

Lange Zeit glaubten Hersteller und Experten, dass VR die Zukunft wäre. In den vergangenen beiden Jahren jedoch hat es Augmented Reality geschafft, als Konzept VR zu überholen. Aktuell sieht es so aus, als würde AR für Firmen wie Google mit dem Pixel 3 mehr in den Fokus rücken als Virtual Reality. Der Grund dafür ist klar: Während man bei Virtual Reality ein Headset auf dem Kopf hat oder eine Smartphone-Halterung benötigt, kann AR überall auf der Straße und im Freien verwendet werden – man muss lediglich das Smartphone aus der Tasche holen. Das verspricht deutlich mehr Umsatz und Gewinn, zudem sind die Einsatzmöglichkeiten für AR vielfältiger. VR dagegen ist stärker auf Bereiche wie Gaming und interaktive Demos oder Konzepte beschränkt. Doch selbst hier holt Augmented Reality inzwischen auf: Nach dem Mega-Erfolg von Pokémon Go wird im Sommer 2019 AR mit Harry Potter: Wizards Unite einen weiteren großen Boost in Sachen Popularität erhalten. Denn das AR-Spiel um die bekannte Welt von Autorin J.K. Rowling sollte – ebenso wie Pokémon – großen Anklang beim Massenmarkt finden.

Alternate Reality – der perfekte Mix?

Ein weiterer Trend am Markt ist das sogenannte Alternate Reality Prinzip. Alternate Reality Games (kurz ARGs) sind Spiele mit wechselnden Realitäten, die oft für Marketing-Kampagnen eingesetzt werden. Ziel ist es, die Elemente der realen Welt mit Hilfe eines ARG als Teil einer Erzählung zu verwenden. Ein gutes Beispiel hierfür ist eine Schatzsuche, die wie eine „Schnitzeljagd“ aufgebaut ist: Der Android-Nutzer beginnt das Spiel an einem bestimmten geographischen Punkt und sammelt dann Hinweise mit Hilfe seines Smartphones. So erhält er zum Beispiel einen Code, der nur am Smartphone entziffert werden kann oder muss im Internet nach weiteren Hinweisen suchen. Besonders spannend ist das Konzept von Alternate Reality, da es in Zukunft immer mehr mit Augmented Reality Technologien vermischt werden könnte. Auf diese Weise verschwimmen die Unterschiede zwischen Fiktion und Realität sukzessive stärker.

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VR dennoch mit guten Aussichten

Doch trotz dieser Trends ist VR selbstverständlich alles andere als tot. Im Gegenteil: Dank der großen Auswahl an Headsets für den PC und Optionen wie Playstation VR, wird auch der Weg für noch mehr Virtual Reality auf Android geebnet. Aktuell steckt VR noch in den Kinderschuhen, doch das wird sich in den kommenden Jahren ändern. Auch an den Zahlen sieht man, dass es noch Potential gibt: Im vergangenen Jahr sind die Umsätze mit VR um 30 Prozent gewachsen. Das soll 2019 so weiter gehen.

Fazit

Augmented Reality wird immer beliebter und Konzepte wie Alternate Reality Games drängen auch immer stärker in den Markt. Dennoch wird die gute alte VR-Technologie so schnell nicht verschwinden. Für die Zukunft ist es viel mehr die Mischung der drei hier genannten Konzepte, welche Android-Nutzer vorfreudig stimmen sollte. Denn bald wird die Linie zwischen Realität und virtuellem Cyberspace noch weiter verschwimmen.