Mobile verdrängt PCs beim Browsen – und das sind die Auswirkungen!

Seit letztem Jahr surfen die Deutschen im Internet häufiger mit dem Smartphone als mit dem PC. Das hat Auswirkungen auf unzählige Aspekte. Gaming, Musik und Streaming sind inzwischen zuerst auf Android zu Hause. So ist die aktuelle Lage.

Mehr Smartphones als PCs im Netz

Dass Smartphones zum Browsen immer beliebter werden, versteht sich wohl von selbst. Ende August letzten Jahres war es dann erstmals so weit: Die Deutschen surften im Internet häufiger mit dem Smartphone als mit dem PC oder Notebook zu Hause. 87 Prozent der Deutschen besitzen inzwischen ein Smartphone, vor fünf Jahren lag der Anteil noch bei 43 Prozent. Natürlich läuft auf den meisten dieser Geräte Android, denn außerhalb der USA kann iOS beim Marktanteil mit Googles OS nicht mithalten. Mobile wird immer beliebter, die Zahlen werden sich also auch in den kommenden Jahren noch stark in Richtung Smartphone entwickeln. Gerade die jüngere Generation besitzt oft überhaupt keinen PC mehr, sondern kommt mit Handy und Tablet ganz gut klar.

(Quelle: Pixabay)

Mobile First

Und daraus folgt der Trend, den wir schon seit längerem beobachten: Immer mehr virtuelle Aktivitäten und Märkte konzentrieren sich auf den mobilen Sektor. Gaming zum Beispiel war vor zehn Jahren noch exklusiv auf dezidierten Konsolen, Handhelds und PCs vorzufinden. Inzwischen aber zocken in Deutschland mehr Menschen am Smartphone, als an Spielkonsolen oder auch am PC. Selbst Nintendo, immerhin der reine Konsolenhersteller schlechthin, ist mit Spielen wie Super Mario Run, Fire Emblem Heroes und bald mit Mario Kart Tour im Google Play Store vertreten. Zwar streng genommen nur, um die eigene Konsole zu bewerben  – aber man merkt, dass Gaming heute ohne Android unmöglich noch funktioniert.

Und man sollte dabei nicht nur auf die ganz großen Hersteller schauen: Online Casinos sind schon seit Jahren auf der Überholspur und fokussieren sich auf die mobile Komponente. Seiten wie Genesis Casino bieten inzwischen nicht nur auf mobile Browser angepasste Webseiten an, sondern stellen den Nutzern immer häufiger Apps zur Verfügung, mit denen die Usability auf Android noch besser wird. Auch Konzepte wie Live-Gaming – hierbei interagiert der Nutzer zum Beispiel per Webcam in Echtzeit mit Gegenspielern und Dealern – sind für mobile Geräte zugeschnitten. Und zu guter Letzt muss man gar nicht groß darüber sprechen, wie viele Gaming-Trends – Stichwort Fortnite –  inzwischen primär auf Android und iOS zu Hause sind. Die umsatzstärksten Apps im Google Play Store sind inzwischen fast alles Spiele wie zum Beispiel Pokémon GO und Gardenscapes. Und das will was heißen!

Musik, Streaming, Bezahldienste

Gaming ist zwar am beliebtesten, aber noch lange nicht die einzige Sparte, in der es so aussieht. Ähnlich sieht es im Finanzsektor aus: Hier ist die Entwicklung noch nicht so weit fortgeschritten, aber Dienste wie Google Pay, Samsung Pay und weitere unternehmen gerade die ersten Schritte, um Bargeld und EC-Karten abzulösen. Weitere Beispiele? Der Marktanteil von Musik-Streaming ist in Deutschland inzwischen auf 46,4 Prozent angewachsen. Und wo kommt das meiste Wachstum her? Klar, vom Smartphone. Dienste wie Spotify und Pandora sind inzwischen primär für mobiles Musikhören optimiert. Und der meiste Traffic auf Videostreaming-Seiten wie YouTube und Twitch kommt natürlich auch von mobilen Betriebssystemen.

(Quelle: Pixabay)

Fazit

Dass immer mehr Menschen Smartphones benutzen, hat große Auswirkungen auf die Art wie wir spielen, Musik hören, bezahlen und Video-Content konsumieren. Dass auf Smartphones jetzt häufiger gesurft wird als am PC, war vielleicht für viele Android-Nutzer erstmal keine wichtige Neuigkeit. Aber die Auswirkungen werden wir in den nächsten Jahren immer mehr spüren.